Konzept-Restaurant ‘Vapiano’ in Saarbrücken

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Beim Koch

In Saarbrücken gibt es einen neuen Laden namens Vapiano. Dort kann man essen und trinken. Es ist sehr hip in dieser »Location« zu weilen. Ich war neulich dort und das Ding war mit zwei Etagen proppenvoll und man wundert sich eigentlich warum. Doch bleiben wir gerecht: Der Laden ist immer noch einer der besseren dieses Genres und besser als McDonald’s allemal.

Ein neues Beispiel wie unsere Konsumgesellschaft tickt. Man nehme irgendwas, egal was, verpacke und vermarkte es gut und es wird ein Hit. Der Rest dahinter, also das Endprodukt ist sekundär. Wichtig ist die Fassade. Selbst offensichtlich Nachteiliges wird als »cool« verkauft und es funktioniert. In diesem Beispiel ist das so:

Neben dem Kulinarischen ist das Herzstück eines jeden Restaurants der Service. Doch an diesem möchte der Betreiber sparen um Kosten zu drücken. Es funktioniert tatsächlich. In diesem Falle nämlich kriegt man »direkt vom Koch« sein Zeug zubereitet. Das Ding mit dem »Koch«, das ist einer der Tricks. Dabei kocht der gar nicht wirklich, sondern macht einem nur das bereits fertig konfektionierte Essen warm bis maximal heiß. Man kann das eben sehen; ok, im Grunde nicht schlecht, doch letztendlich nimmt man sich ein Tablett, stellt sich wartend in die Reihe, hält seine Karte an das Terminal und schleppt das Essen zu Tisch. Wer ganz schlau ist, hat sich diesen vorher mit einem Kleidungsstück reserviert, sonst kann es nämlich passieren, dass man nicht weiss, wohin mit seinen Utensilien. Hey Leute, das ist in der Kantine oder einer Autobahnraststätte nicht anders. Und wirklich billiger ist es deshalb auch nicht.

Beim meinem Besuch trug es sich so zu: Ich wartete an Schlange eins bis der »Koch« eine Person vor mir dicht machte. Dann wartete ich an Schlange zwei bis ich merkte, dass meine Frau bereits mit Essen halb fertig war, da sie in einer günstigeren Schlange gestanden hat. Die Riogatoni waren zäh und halb durch. Da nützte es auch nichts, dass das Interieur sehr appetitlich aussah und die schlicht und wertig gestalteten Möbel aus vollem Holz waren. Auch die frischen Kräuter die überall rumstanden, halfen dem frisch gezapften »Pils« nicht darüber hinweg, dass es keine Schaumkrone hatte und lauwarm war. Außerdem war alles hektisch und sehr laut …

Nun gut, als Fastfood-Restaurant ist es eine Verbesserung.

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2 Kommentare Kommentar schreiben

  1. ohne #

    Wen wundert’s? Ein internationales Franchiseunternehmen mit alles anderem als italienischem Ursprung.

    “…Der Name Vapiano ist ein Fantasiename, der sich aus dem Wort ‘Va’ und ‘Piano’ zusammensetzt, wobei Va übersetzt ‘gehen’ und Piano ‘langsam’ bedeutet…” (Quelle: wikipedia.org)

    Deckt sich doch hervorragend mit deiner persönlichen Erfahrung.

    In Italien gibt es übrigens noch keine Vapiano-Kantinen. Warum bloß?

  2. adorada #

    Ich bin ehrlich gesagt überhaupt nicht begeistert vom Vapiano.
    Wenn ich nämlich in ein Fastfood-Restaurant gehen möchte, dann hat das seinen Grund: Ich kann es mir nicht leisten weit mehr als 20 Minuten auf mein Essen zu warten. Der Preis ist dann eigentlich sogar nebensächlich.
    Von daher passt es nicht wirklich zusammen: Man hat keinen Service, bezahlt aber für (schlechtes) Essen in etwa so viel, wie in einer Pizzeria beim Mittagstisch (vgl. Mittagstisch in der Trattoria Toscana).
    Schade – denn das Ambiente stimmt. Man könnte mehr draus machen.

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