Jonathan Meese kann gar nix
Das wollte ich schon lange mal loswerden. Hallo Welt:
Jonathan Meese geht mir total auf den Sack. Dieser Möchtegern-Künstler der offenbar (zumindest äußerlich) wie der große Albrecht Dürer daher kommen möchte, ist eine totale Null. Meese kann gar nix. Nur die Klappe aufreißen und Leute zutexten. Das kommt halt gut an bei Schickeria und Sponsoren, die sich gerne mit (Pseudo-)Kunst schmücken und solche Heinis erst salongfähig machen.
Ey Meese – geh baden und kauf’ Dir mal anständige Klamotten!
Kunst kommt von können, sonst müsste es ja Wunst heißen.
[Karl Valentin]
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Albrecht Dürer, Jonathan Meese, Karl Valentin, Kritik, Meese Kritik, Möchtegernkünstler, Pseudokunst, Schickeria, Selbstdarsteller, WunstNetzwerk:
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So sieht es aus.
Guten Abend! Saarmetropole,den 22.07.2009
Im Gegensatz zu Ihnen, habe ich bereits diverse Ausstellungen,Performances,Lesungen etc. des Herrn Jonathan Meese besucht(in Europa).
Herr Meese ist einer der bedeutendsten, zeitgenössischen
deutschen Künstler, mit internationalem Erfolg!!
Ihre sonstigen Äusserungen sind keine Kritik, sondern schlicht diskriminierend! Ich grüsse Sie trotzdem-Akky04-
Hallo akky04,
meine Anmerkungen sollten auch keine Kritik darstellen, sondern bewußt plumpe Polemik. Sie brüllt genau so laut, wie Meese mit seiner »Kunst« selbst. Diskriminierend wäre es, würde ich sagen Jonathan Meese sei häßlich.
Danke für Ihre Meinung!
Jonathan Meese habe ich am 12.11.09 bei
seiner “Lesung” in der Münchner Kunstakademie
brüllen gehört. Nach 10 Minuten verließ ich den
Saal. Als ich nach einer Stunde wieder zurück
kam, brüllte er immer noch den gleichen Inhalt,
nämlich gequirlte Kacke. Seine Kunst kann ich
nicht beurteilen, aber seine “Lesungen” sollte
er lieber bleiben lassen……er verbreitet nur
schlechte Stimmung. Schade um die Zeit!
Entschuldigung für diesen Kommentar, dessen Löschung mir leider nicht gelingt:
In unserer heutigen Zeit leisten sich die “kapitalstarken ‘Geldigen’ ” halt wieder einen “Hofnarren”. Der Jonathan Meesner ist eben ein guter Narr, der sein Geld wert zu sein scheint!
Früher hielten sich die Fürsten einen Spaßmacher, der ihnen den Spiegel vorhalten durfte.
Jonathan Meesner ist ein guter Hofnarr, er spiegelt die heutige Kunst in unserer Gesellschaft wider.
Es gibt eine gewisse Klientel, die hat frei nach Oscar Wilde einen ganz einfachen Geschmack: Immer das Beste. Was dies sei, darin verlassen sie sich auf das Urteil anderer “Connaisseure”. Servierte man ihnen ein Exkrement auf einem Dessert-Teller mit der geraunten Bemerkung, dies sei die neueste Kreation von Boccuse, sie begännen zu löffeln, andächtig und die mimische Gewissheit verströmend, sie könnten die einzelnen Ingredienzen mit ihrer unfehlbaren Zunge erraten.
…so schlecht sind die Kritiken derzeit nicht!
Aktuell wird Jonathan Meese für
sein Bühnenbild zu Rihms
“Dionysos”
(Salzburger Festspiele, 2010 !!) gelobt!
Also, bitte !!!
Was seine Lesung im Rahmen der “Berliner Lektionen” (2008)
betrifft, war diese sehr aufschlussreich !!
Man sollte sich erst einmal mit Jonathan Meeses “Gesamtwerk”
auseinandersetzen, bevor man auf Meese “Steine” wirft !!
Wer von den “geneigten Lesern und Kritikern”,
war zum Beispiel
auf der “Mama Johnny” Ausstellung, in den Hamburger Deichtorhallen oder in Ahrensburg (2006), in der Galerie Templon (Paris, 2006), in Karlsruhe (Orangerie, 2007)
auf Schloss Neuhardenberg (2007), in Trier (Karl-Marx-Haus, 2007)
in Berlin (CFA, 2008) oder Luxembourg (Privat,2008) ???
” Finger hoch, bitte !!! ”
Wer in der Vergangenheit u.a. mit Jörg Immendorff und Georg Baselitz ” Gemeinschaftausstellungen ”
präsentierte, kann nicht soooooooo schlecht sein !!!
Sorry, aber der Artikel ist wirklich dämlich. Wer so etwas ablässt, sollte dann aber bitte auch in der Lage sein explizit darzulegen WARUM es “scheiße” ist und was dann bitte “echte Kunst” sein soll!?! Mit dem Kindergartenspruch “Kunst kommt von können” sollte sich niemand abspeisen lassen, denn das ist nur eine Schuldzuweisung derer die selber (vermutlich) nichts können (gemeint sind Leute die diesen Satz gerne zitieren).
Und den Spruch mit “ist nur Polemik” lass ich auch nicht gelten, denn dazu gehört (trotz beleidigendem Tonfall) immer noch ein Inhalt.
Meese verkauft sich recht ordentlich. Ich mag auch nicht alles was er macht & halte ihn z.T. auch für etwas zu sehr gehyped, aber so mies wie hier dargestellt ist er nicht.
“Being good in business is the most fascinating kind of art. Making money is art and working is art and good business is the best art.” Andy Warhol
@Marlow Johnson
Ja, genauso wie: »All is pretty!« (Andy Warhol)
Anknüpfend daran, John Cage hat auch mal gesagt »All noise is music.«. Das hört sich zwar super avantgardistisch an, aber so ist es eben mal nicht. Dennoch liegt es mir fern, Cage mit Meese zu vegleichen, denn trotz seiner populistischen Äußerlichkeiten, liegen immer noch Welten zwischen beiden.
das ist wie bei des kaisers neuen kleidern. bis einer vom feuilleton ruft: “der meese is doch nackt” finden ihn alle total geil.
Jonathan Meese’s Ausstellung “St.Neutralité” (Totales Ballett de Lolitadzioz)-(Collagen, Skulpturen und sonstige Exponate), fand gerade ihren erfolgreichen Abschluss in Paris, Frankreich…
Tja, der Meese ist schon “erzgeil !!!”…
) und so
bezaubernd !!
Ihre Behauptungen…sind einfach bloß “Käse”, S.O.R.R.Y !!
(…habe bisher nur positive Erfahrungen mit Herrn Meese, als Künstler und Jonathan, als Mensch gemacht…)
Ihre “Vorverurteilung”, ist bedauerlich…und zeigt, dass
Sie sich nicht mit der “Materie” befassten…
“Bringen Sie’s doch erstmal !!”
Ich wünsche Ihnen “Gute Besserung” und verbleibe
Mit freundlichen Grüssen
kunstameise
@kunstameise
Ich bring’s aber leider nicht! Dazu fehlen mir ein großes Stück Naivität, »Hipness« und nicht weniger Eloquenz.
@ Marlow Johnson
“Meese verkauft sich recht ordentlich.” Chapeau! Es dürfte wohl eher um Geldwäsche gehen.
Weil sie so schnell nicht liefern können, wie dieser Markt der Schwarzgeldanleger nachfragt, bleiben ernstzunehmende Künstler in diesem Fall eben aussen vor. Ein Qualitätsmerkmal ist das allerdings nicht, auch wenn sich manche von “Connaisseuren” täuschen lassen. Die Herren Beuys und Baselitz und wie sie so heissen, besetzten erfolgreich Vacancen in den Siebzigern und Achtzigern und Neunzigern. Beuys Krimskrams rostet in den Wüsteneien mancher Museen “moderner Kunst” vor sich hin, wie Hausrat in aufgelassenen Goldgräber-Towns – die Karawane zog längst weiter. Warum sollte es in der Kunst anderes sein als in der Literatur? Vergebens wartet Reich-Ranicki bis heute auf den grossen deutschen Nachkriegs-Roman.
Und der Herr Brunett ist zugegebenermassen der Dieter Bohlen der selbsternannten Kunstszene.
Dennoch: Was in der bildenden Kunst möglich ist, das ginge in der Musik eher nicht. Offensichtlich ist der Mensch am Seh-Nerv weit unempfindlicher als am Hörnerv.
@Gerd HELLMOOD
Danke für Ihren erfrischenden Kommentar. Leider muss ich Ihnen im letzten Abschnitt widersprechen. Dort nämlich, in der Musik, da kenne ich mich aus und ich kann sagen, da ist es noch viel schlimmer. Seit 1908, also seit über 100 Jahren. Dort wo Meese kindisch krank daher kommt, ist der Kopf des Komponisten voller hochgradig schwülstiger Theoriekonstrukte. Da heißt es ebenda »Neue Musik« und es kommt erschwerend hinzu, dass über alle Unsäglichkeit ein gralhaftes Religionsdogma gestülpt wird, dass selbst der Kritiker sich nicht mehr traut, sein verlorenes Gehör einzufordern und stattdessen klein bei gibt und mit wichtigtuerischer Geste seine Kritik zum besten geben. Zuhause allerdings, da legt er sich doch lieber den ollen Mozart auf den Plattenteller.
Es passt in diesem Zusammenhang recht gut, dass Meese ein Bühnenbild zu Rihms Musik gemacht hat. Rihm ist zwar völlig verkopft, aber irgendwie scheinen beide trotzdem zusammen zu passen.
Gerne doch. Was nun die Musik betrifft, nehme ich das mal so an. Musikalisch bin ich seit vielen Jahren schon weit unter dem Äquator, nämlich bei Astor Piazolla. Der kann aber auch, was ein Künstler können muss: Ausdrücken was er sagen will. Herr Meese kann das offensichtlich nicht, wenn er für die BILD Zeitung formuliert: DIE DIKTATUR DER KUNST BRAUCHT KEINE MEINUNG
Richtig müsste es ja wohl heissen: Die Kunst der Diktatur braucht keine Meinung!
@ Gerd HELLMOOD
Wieso, stimmt doch genau. Es ist exakt das selbe wie sonstwo. Man verbittet sich von vornherein die Meinung, die Kritik. Der Kritiker gehorcht ohnehin schon längst diesem Diktum.
Weil es so schön ist, anbei ein paar Zitate aus meiner derzeitigen Lektüre von Marcel Dobberstein: »Neue Musik – 100 Jahre Irrwege. Eine kritische Bilanz.«
“Ausschluss aus den Himmel der Kunstbeflissenheit”
Aus diesem Himmel – der in Wahrheit die Hölle der Blöden ist – ist gewiss noch kein Meister gefallen. Aber mit Sicherheit der eine oder andere wahre Meister gekrochen, ohne ein Kriecher zu sein.
Was nun Herrn Meese betrifft, so glaube ich, dass er sowenig realisiert, dass er missbraucht wird, wie ein Tanzbär in den Karpaten. Mit dem Unterschied halt, dass er besser versorgt wird, mit dem was er so braucht. ( zumindest das sollte er sich vertraglich haben versichern lassen) Ansonsten möchte ich es dabei belassen, damit er nicht noch zum Au Wei Wei stilisiert werden kann. Ein Au Weia sollte uns eigentlich genügen und der Gedanke, dass er meinetwegen die Wände besagter Hölle der Blöden mit seinen Werken zur Strafverschärfung verziert, hat schliesslich auch was.
@ Gerd HELLMOOD
Sehr geehrter Herr HELLMOOD ! 02.06.2011, 05:17 Uhr
In Bezug auf Herrn Meese kann ich Sie beruhigen.
Denn im Gegensatz zu dem “Tanzbären aus den Karpaten”,
trägt Herr Meese “festes” Schuhwerk !
Wer schon einmal etwas von der “Revolution 2023″ gehört hat, versteht
Herrn Meese auch gleich viel besser !
Ich empfehle Ihnen erst einmal die “Manifeste” des Herrn Meese ausführlich zu
“studieren” und vielleicht verstehen Sie danach den von Herrn Meese geprägten
Begriff der “Diktatur der Kunst !”
Diese braucht keine Meinung !
(auch nicht in der ” Bild !! “—Slogan (BILD): “Bild Dir Deine Meinung”)
@ Sehr geehrte/r sugar,
ein grosses Problem des sturzbachartigen Informations-Überflusses unserer Zeit, ist es, dass wir uns die Aufmerksamkeit zugunsten des schnellen “Zugreifenmüssens” abgewöhnt haben. So ist nicht nur Ihnen, sondern sogar selbst dem Kritisator entgangen, worauf ich eigentlich hinweisen wollte, mit der Richtigstellung: “DIE KUNST DER DIKTATUR BRAUCHT KEINE MEINUNG” ( Im Gegensatz zu: Die Diktatur der Kunst braucht keine Meinung)
Deshalb nunmehr ergänzend und der besseren Verständlichkeit halber:
DIE KUNST DER DIKTATUR (der Unfähigen, der Geldwäscher, der Usorpatoren, die bestimmen, was Kunst ist, die Ratingagenturen, die die Bonität ganzer Volkswirtschaften bestimmen, Sie sehen – es liesse sich beliebig fortführen – ) und überhaupt: KUNST!
Jeder sei ein Künstler, soll Beuys formuliert haben. Kunst käme von Können, soll dagegen früher schon Max Liebermann gesagt haben. Karl Valentin schloss: Käme sie von Wollen, hiesse sie Wunst!
Ich will mich da nicht streiten, m.E. gibt es Könner und Stümper, so wir auch alle Künstler sein mögen. Und was Herrn Meese anbelangt, fällt mir noch ein geflügeltes Wort ein: Jedes Land hat die Regierung, die es verdient – warum sollte es, um den Kreis zu schliessen, bei seinen Künstlern anders sein. Wenn es grossartig ist, durch den Ventilator auf die Leinwand zu scheissen, so googeln Sie einfach: ” Mein göttlicher, unsichtbarer Arsch” und sehen Sie, es geht auch anders, als Hakenkreuze oder ejakulierende Penisse auf die Leinwand zu schmieren, als wäre diese eine Scheisshauswand. Pardon und nichts für Ungut. MfG Gerd HELLMOOD
Lieber Gerd HELLMOOD,
soeben sah ich Ihre Toilette und ich befürchte nun, vor Begeisterung diese Nacht keine Auge zuzumachen.
Werden Sie reich und lizensieren sie die Toilette an V&B. Unverzüglich sollte man mit der Massenproduktion beginnen. Installation dann sogleich im Reichstag und allen Verlagshäusern.
Darf ich ein Foto davon (ohne Zutaten) auf diesem Blog veröffentlichen?
Lieber Kritisator,
selbstverständlich dürfen Sie!
Und was die Lizensierung an Villeroy und Boch anbetrifft, so ist mir schon Ihr Vorschlag ein innerer Parteitag, denn damit wäre en passent eine seit Langem offene Rechnung mit der Firma Keramag in Wesel beglichen, bei der ich lernen durfte (musste) derlei zu modellieren. Sie können sich daher wohl vorstellen, bei aller Respektlosigkeit scheisse ich längst nicht auf Alles.
Lieber Gerd HELLMOOD,
vielen Dank. Hier eingearbeiet: http://der.kritisator.de/5205/der-kritisator-braucht-ein-neues-klo/
Mein Vorredner hat es ja schon auf den Punkt gebracht. “Jedes Land hat die Regierung, die es verdient – warum sollte es, um den Kreis zu schliessen, bei seinen Künstlern anders sein. ”
So sieht es aus, wenn etwas Unterentwickeltes, Verwöhntes und Zurückgebliebenes versucht so zu tun, als hätte es was Eigenes erfunden. Dieser Erfolg ist ja kein Zufall. Der ist gelenkt und genau dort plaziert.
Bei diesem Hans Wurst aus stinkreichem Elternhaus, der sich überall bedient und ein vollgefressener Schwachkopf ist. Das ist Politik. Wer nicht genauer hinsieht, und das ist ja die entscheidene Mehrheit der Kunstkonsumenten, versteht die Botschaft als: Da ist ein Anarcho Künstler am Werk.
In Wirklichkeit representiert er jedoch genau das Gegenteil: Die Besitzenden, mit all ihren knochenkonservativen, unaufgeklärten Verhaltensweisen. Es gibt in diesen Arbeiten weder eine soziale noch eine auch nur annähernd politische Aussage oder Komponente. Keine Infragestellung oder Frage an die Gesellschaft, kein Untersuchen der heutigen Verhältnisse. Deshalb der riesen Erfolg. Er ist einer von ihnen, war schon immer stinkreich und hat deshalb auch überhaupt kein Anliegen, welches mit der Lebenswirklichkeit der Menschen zu tun hat. Das Wort Diktatur steht da höchstens für absolute Herrschaft des Kapitals. In dieser Aussage finden sich auch seine Käufer allesamt wieder. Ein Pseudo wie er im Buche steht und das ist kein Zufall. Es soll uns sagen: Seht her, hier bei uns kann man alles machen. Es gibt keine Schranken. Das ist jedoch eine glatte Lüge! Und diese „Lüge“ verzeiht ihm sogar das Inzucht-Verhältniss zu seiner Nazi Mutter. Hauptsache er greift die herrschenden Verhältnisse nicht an. Und das macht er ja nicht. Er ist wie fast alle erfolgreichen Künstler eine Marionette, eine peinliche dazu, eine oberpeinliche sogar.
Der Kunstbetrieb bei uns ist ebenfalls völlig gesiebt und unterliegt einer nicht minder unglaublichen Zensur a la „lebendig begraben sein“. Kein Betrieb scheint so leicht zu steuern zu sein wie der angeblich so freie Kunstbetrieb. Beuys war da eher eine Ausnahme, ein Ausrutscher, ein Unfall sozusagen, aber Baselitz, Polke, Lüpertz, Penck…..wie sie alle hießen waren immer brav systemtreu bis zum Abwinken. Geflohen aus dem Osten, im Westen materiell supererfolgreich usw. Und heute auch: die lächerlichen Bilder eines Butzers, D. Richter, Neo Rauch oder noch schlimmer Olafur Eliasson und der Kaspar der 90iger: Carsten Höller. ( der Agrarwissenschaftler ) Das ist ja eben alles kein Zufall, sondern von Menschen gemacht. Ganz zu schweigen von der schreibenden Zunft in diesem Betrieb. Da ist jeder Straßenstrich anständiger und niveauvoller. Auf jeden Fall schließe ich mich meinen Vorrednern in diesem wie auch anderen Artikeln über Meese in einem Punkt bedingungslos an: Auch ich habe endlos viele Künstlerinnen und Künstler gesehen, die um Lichtjahre mehr zu sagen haben, spannender sind, bedeutsamer und denen ein Meese in allen Belangen nicht annähernd das Wasser reichen kann…(soll er ja auch gar nicht)….alle sind wirtschaftlich nicht erfolgreich mit ihrer Kunst, im Abseits. So wie es bei uns die „Zensur“ haben will. Absichtlich! Von Vorne herein chancenlos, darf zwar jeder in irgendeinem Hinterhof den Statisten miemen, wird aber durch die kapitalkräftigen Ausstellungshäuser und Galerien in der öffentlichen Wahrnehmung völlig an die Wand gedrückt „bis gar nicht mehr vorhanden“. Diese Ausstellungshäuser, eigentlich ja staatlich, haben jedoch nur für eine ausgesuchte Klientel geöffnet, die kräftig mitfinanziert und minimum „im Jaguar“ vorfahren kann. Egal was im Kofferraum ist. Wenn die Aussage nicht „stimmt“, kannst du mit deinen Arbeiten inhaltlich so anspruchsvoll sein wie du willst. Ich gehe schon lange nicht mehr auf irgendeine Messe, um mir die Augen zu verderben. Aber ich suche. Ich suche nach einem Ausweg aus dieser Miesere……..und bitte, bitte hört mir auf mit Kiefer, sonst bekomme ich das kalte Kotzen
was der jetzt wieder gesellschaftlich darstellt und vor allem dargestellt hat.
Ich bin kein Anhänger irgendwelcher Verschwörungstheorien, auch kein Politiker. Einfach nur ein Künstler der genauer hinsieht. Und zwar ganz genau, besonders bei diesem Meese. Das gebe ich offen zu.
Jesus
P.S. Meese = eine Beleidigung. Als sind wir Künstler alle so verdrottelt wie die Geldgeber und Profiteure des Systems uns haben wollen!
Werter Jesus,
vielen Dank für Ihre ausführliche Berichterstattung des aktuellen Kunstbetriebes. Da ich eher der akustischen Kunst zuzuordnen bin, sind viele von Ihnen und anderen Kommentatoren erbrachten Details der bildenden Kunst böhmische Dörfer für mich. Dennoch muss man ja kein Fachmann sein, um Kunst zu beurteilen und insofern sah ich mich auch legitimiert den Meese entsprechend zu beurteilen.
Was den Punkt des Wenn die Aussage nicht „stimmt“ … betrifft, so ist das leider überall zu beobachten. Überall dort, wo man eine halbwegs bestimmbare, bzw. zuzuordnende Aussage treffen kann. Auf Musik trifft dies weniger zu. Man kann sie nicht so greifen. Ein gutes Beispiel ist der Komponist Schostakowisch, der oberflächlich systemtreue Kunst gemacht hat, aber hinter der Fassade nachgerade das Gegenteil. Er lebte aber auch damit gefährlich und immer schon mit einem Bein im Gulag. Außerhalb der Kunst beobachten wir aber das selbe Phänomen bez. die “richtigen” Themen zu haben und die Antworten gleich dazu. Political Correctness ist das Schlagwort, welches im Bezug zu Meese und auf Gerd HELLMOODS Toilette hier bereits angerissen wurde.
Das von Ihnen beschriebene Problem ist für die Kunst auch gleichermaßen größte Chance daran zu wachsen. Um auf Schostakowitsch zurückzukommen, betrat er den Weg der Doppelbödigkeit und des Sarkasmuses. Wege und Möglichkeiten gibt es viele, man muss sie »nur« finden und nutzen. Und vielleicht ist (gerade) damit auch Geld zu verdienen.
Hallo Leute,
ich bräuchte dringend für eine Kunstaktion einen Scan von der Meese-Bild-Werbung.
Wer kann mir helfen? Jung von Matt jedenfalls nicht.
Danke!