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Interview mit Roland Baader

Interview mit Roland Baader aus der Reihe »Streiflichter des Lebens«.

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PEGIDA Logo

PEGIDA Logo

Radikalismen gleichbehandeln

Ungeachtet wie man auch zur PEGIDA-Bewegung stehen mag, sie bringt eine fast unbeachtete »Nebensächlichkeit« mit, welche auf einfache Weise ins Schwarze trifft: nämlich in ihrem Logo. Dort, in Anlehnung an den sonst von den Linken stark strapazierten Mülleimer mit Hakenkreuz, gesellen sich in der pegidaesquen Variante noch ein paar andere Blutsverwandte hinzu: Neben dem Hakenkreuz findet man nämlich auch die Kommunistenflagge, die Fahne des Islamischen Staates, und nicht zuletzt: Das Logo der Antifa.

Sicher ist, dass gerade Letztere überhaupt nicht verstehen, warum ausgerechnet sie mit ihren vermeintlichen Klassengegnern in einen Topf geworfen werden. Doch das erstaunt nicht, gehört doch die rote SA genauso in dieses Stelldichein wie der ausgestreckte rechte Arm zu den National-Sozialisten. Denn hier, einig und vereint im Entsorgungseimer für ideologisch motivierte Radikalismen, zwischen welche in ihren Ausprägungen kein Blatt Papier passt, kann nun endlich zusammenwachsen was schon lange zusammen gehört. Möge es ein jeder begreifen, dass sich sowohl Worte als auch Taten all dieser illustren Genossen nur in Nuancen unterscheiden. Bis zum Anschlag radikal sind sie alle – und ebenso sozialistisch; die einen mehr, die anderen weniger »erfolgreich«.

In dieser Art, und völlig unabhängig von PEGIDA, möchte ich den Entsorgungseimer immer gefüllt sehen. Ein kluger Schachzug. Chapeau! – und reif für T-Shirts und Aufkleber, gemeinsam vereint im »Kampf gegen Radikal«.


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4 Antworten zu “PEGIDA Logo”

  1. Hans sagt:

    PEDIGA als Kämpfer gegen die Radikalen der Welt, dass ich nicht lache.
    Und sowas von einem Libertären geschrieben, den radikalsten Menschen überhaupt, welche ihren ganzen Hass auf den Staat fokussieren, immerhin die Lebensform, in welcher sich die Spezies Mensch, seit sie sowas wie Kultur entwickelt hat, organisiert. Dahinter schaut schlecht versteckt immer der Hauptantrieb heraus, die Angst, Geld abgeben zu müssen, Steuern zu zahlen, anderen Menschen etwas abgeben zu müssen. Die hässliche Seite der Menschheit, würde jeder so denken, gäbe es kein Gemeinwesen und somit auch keine funktionierende Gesellschaft. Das es in der Gesellschaft nicht immer rund läuft weil einige immer auf ihren Vorteil aus sind, ist klar, nur seit ihr mit eurer Ideologie nicht die Lösung sondern das Problem, quasi die Kristallisation des egoistischen im Menschen.
    Hättet ihr ein Logo, müsste es auf jeden Fall mit in den Mülleimer.

    • Ihr letzter Satz bringt es eigentlich bereits auf den Punkt: Nein, wir haben kein Logo, ebenso wenig wie wir eine »Ideologie« haben. Inhärent. Wir glauben bloß nicht an Politiker, Bürokraten und Funktionäre, sondern an den Menschen wie er leibt und lebt; an den zweitbesten Menschen und schon gar nicht an den »neuen Menschen« – im Gegensatz zu Ihrer Glaubensrichtung – ob Sie nun rechts oder links verortet sind.

      Und in noch einem Punkt liegen Sie völlig richtig: Ja, wir sind die radikalsten Menschen überhaupt. Wir sind so dermaßen radikal, dass wir unter anderem folgende Dinge ablehnen: Zwang und Gewalt, Macht von Menschen über Menschen, Diebstahl und Lobbyismus (auch jenen im Namen des »Gemeinwesens«), Monopole, Kartelle und jene Machtkonglomerate, welche bis dato für die größten und verheerendsten Verwerfungen (Kriege und Wirtschaftskrisen) die es bis dato gab verantwortlich waren: nämlich Staaten. Sie mögen den Staat eine »funktionierende Gesellschaft» nennen, wir vertrauen dann doch lieber auf die Lösungen der Vielen, als auf deren der Mächtigen und Wenigen, ergo Staaten und Kartelle.

      Aber glauben Sie weiterhin jenen besseren Menschen welche sich selbst Staat nennen, anstatt freiwillig den Bedürftigen etwas von Ihrem wohl verdienten Lohn abzugeben – wenn man Ihnen noch was davon übrig läse. Träumen Sie also ruhig weiter, legen Sie sich bequem vor der Tagesschau in Ihrem Sessel zurück und wachträumen Sie weiter, dass Sie gänzlich »unegoistisch« auf der Seite der Guten und Gerechten sind. Ganz von alleine und ohne aktive Zutun: »Der Staat« kümmert sich schließlich um alles. Schlafen Sie also wohl im rosaroten Delirium. Ich weiß, Sie meinen es ja gut und ich bzw. »wir« sind (versteckt) egoistisch und nur hinter unserem ungerecht angeeignetem Geld her. Warum aber auch nicht: mit diesem Ihren gewissensbalsamierenden Rüstzeug in der Hinterhand lässt sich’s doch eigentlich ganz gut leben. Eigentlich sind Sie zu beneiden.

      • Gregor sagt:

        Die Erleuchteten, zu denen sich der Kritisator ja zählt, vor seinem Computer sitzend, mit seinem schlecht bezahltem Job hadernd sind im Grunde nur passive Akteure am Rande der Gesellschaft, über das Medium Internet die krude Wahrheit verbreitend. Aktiv die Gesellschaft ändern? Positiv in der Gesellschaft wirken? Für andere Menschen etwas tun? Fehlanzeige, nur Kritik von oben, aus Gottes Mund.
        Die Lösung? Keine, der Weg des verbitterten Greis und Wutbürger ist ein einsamer. Die anderen werden immer an allem schuld sein, der Kritisator schaut mit seiem Wissen um die Wahrheit verächtlich von seinem Thron auf die Welt, auf die die sich mühen in Frieden zusammen zu leben, die Gutmenschen, die Familie, Freunde und Empathie haben. Er lebt in der Einöde. Freunde? Keine, sind zu naiv und blöde sie Wahrheit zu verstehen, Partner? Wer tut sich das an mit Gott selbst zu leben….
        Ein einsames altes Tier, irgendwie mitleiderregend aber auch irgendwie eckelhaft. Viel Vergnügen in weiteren Leben.

  2. A sagt:

    Daran, die Religionen gleich mitwegzuwerfen, sind genauso Verbrechertypen wie Nazis, hat natürlich mal wieder keiner gedacht. Warum auch? Religionen sind ja mächtig, dann schützen wir doch lieber ihre Verbrechen statt sie zu verhindern. Was wäre los, wenn in dem Mülleimer Kreuze und Halbmonde wären. Wenn ein Davidstern dabei ist, würden die Politiker sofort wieder das organisierte religiöse Verbrechen (Formulierung aus Wir Menschen, passend zum organisierten Staatsverbrechen, http://www.oqgc.com/veroeffentlichungen/download/Wir_Menschen-OQGC.pdf) in Schutz nehmen.

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