Marktplatz

Interview mit Roland Baader

Interview mit Roland Baader aus der Reihe »Streiflichter des Lebens«.

Für eine ideologiefreie Wikipedia

Für eine ideologiefreie deutsche Wikipedia
Wiki-Watch-Blog

Archiv

Union Jack

Schlagworte: , , , , , , , ,

Brexit: Je suis Anglais

Welch ein Tag! Und hoffentlich ein historischer obendrein, sollte er Nachahmer mit sich bringen. Nachahmer der Freiheit.

Als ich mich heute morgen lustlos an meinen Rechner begab um die unvermeidliche Nachricht des abgeschmetterten Brexits zur Kenntnis zu nehmen, war nicht nur die Überraschung groß, sondern die Freude über das was ich da las, um so größer. Liefen doch Propaganda und Selbsttäuschungen der Systemmedien noch bis in die Nacht hinein auf Hochtouren, als dass es eine klare Mehrheit für den Verbleib der Briten in der EUdSSR gäbe. Erste Inselergebnisse wurden bereits veröffentlicht und die Niederlage der Freiheitsfreunde schien besiegelt. Doch die Briten haben der Herrscherkaste aus Brüssel eine Absage erteilt. Eine, nach dem Attentat auf die junge pro-EU-Politikrein nicht verwunderlich knappe, aber eine ausreichende. Chapeau Britain!

Um so großer dann im Laufe des Tages meine Schadenfreude über all die verbitterten Hasskommentare der Freiheitsfeine aller Länder, Medien und Parteien. Hier waren sie sich einig und im Kollektivismus vereint. Von der FDP bis hin zu den Grünen (einzig die LINKE hielt sich zurück). Finde also den Unterschied. Die Kommentare der Neosozialisten von Merkel bis Reinhard Bütikofer reichten von Unverständnis bis hin zur Maasregelung. Aber das kennt man ja. Und so sollte und kann sich ein jeder die Reaktion auf den Brexit anschauen und sich an Hand dessen ein Bild davon machen, wo der Hammer hängt und wer ihn schwingt. Sprich: Das Machtinstrument und seine Lakaien.

Ein paar Kostproben:

Der Linksextremist Reinhard Bütikofer von den Grünen: Der 23. Juni wird als tiefschwarzer Tag in die Geschichte Europas eingehen. Und während SPIEGELonline in nacheifernder Sprache der BILD (Die spinnen die Briten) meldete: Populisten feiern Brexit: Jetzt erst rechts oder Europas Rechtspopulisten jubeln!, twitterte Frank-Walter Steinmeier von den linkspopulistischen Sozialisten (SPD): Trauriger Tag für Europa und Großbritannien. Die Nachrichten aus Großbritannien sind wahrlich ernüchternd. Es sieht nach einem traurigen Tag für Europa + Großbritannien aus. Bundeszensurminister Heiko Maas spricht von einem schwarzen Freitag obwohl der Abstimmungstag ein Donnerstag war; aber egal. Letztendlich Volker Kauder von der neomarxistischen CDU: Die Bürger in Großbritannien werden das bald zu spüren bekommen. Ob er das im positiven Sinne gemeint hat?

Et voilà: Die deutsche Einheitspartei unisono im Chor mitsamt der Monopresse von taz bis FAZ im Schlepptau. Ergo: Demokratie ist immer nur dann gut, wenn die eigenen Interessen gewählt werden. Weder Respekt noch Verständnis gegenüber den Briten und deren Entscheidung war zu vernehmen. Hier posaunte die bereits hinreichend bekannte paternalistische Überheblichkeit der polit-medialen Machtelite.

Die direkte Demokratie, welche die Linken immer schon gefürchtet haben, hat nun zugeschlagen und die Mauer um Europa, welche zunehmend höher als auch dicker zu werden drohte, ein wenig beschädigt und den undemokratisch an die Macht gehievten EU-Bonzen das Fürchten gelehrt. Trotz allen Aufbäumens der gleichgeschalteten Presse inklusive des Mordes an Jo Cox haben die britischen Bürger eine kluge und insbesondere mutige Entscheidung getroffen und sich nicht von all den übeln Drohungen der Macht-Schickeria beeindrucken lassen.

Es war ein Sieg für die Freiheit, ein Sieg gegen die am Himmel sich abzeichnende EU-Diktatur, ein Sieg gegen Bevormundung, Planwirtschaft, Ideologie, Enteignung und Bürokratismus, welcher sich Tag für Tag immer tiefer in das Privatleben der Bürger eingeschlichen hat. Ein Sieg gegen den kulturellen Verfall Europas und nicht zuletzt ein Sieg gegen das Auseinanderbrechen des europäischen Wir-Gefühls. Die Apparatschiks à la Martin Schulz (»Ich schwitze den Machtanspruch ja aus jeder Pore.«), Jean-Claude Juncker (»Wenn es ernst wird, müssen wir lügen.«) und Mario Draghi (»Der Euro ist unumkehrbar.«) haben einen Schuss vor den Bug bekommen, welchen sie aber nicht kritikfähig zu nutzen werden wissen oder können. Und das ist gut so, gibt eine verharrende Position der Eurokraten doch Auftrieb für weitere »Abweichler«. Ein Sieg über den antieuropäischen Superstaat war dies noch lange nicht, aber ein deutliches Zeichen und Ansporn für alle anderen Mitgliedsstaaten der EU, es den Briten gleichzutun.

Bleibt auf Grund dieses historischen Tages zu hoffen, dass der dritte Versuch, nach Napoleon und Hitler Europa unter ein Machtrefugium zu knechten, letztendlich scheitert.

Ich freue mich nach wie vor wie ein König. Der Kurs des ungedeckten Euro-Falschgeldes brach im Laufe des Tages ein, während echte Währungen wie Gold oder der Bitcoin durch die Decke gingen.

Danke, Grazie, Merci und Thank You Great Britain! Heute fühle ich mich nicht nur wie ein Engländer, heute bin ich Engländer.


Ähnliche Artikel:


Weitere Artikel:

« | »

2 Antworten zu “Brexit: Je suis Anglais”

  1. Anonymous sagt:

    Hate speech vom feinsten, wohlformulierte plumpe Sprache offenbart den selbstgerechten, häßlichen Kleinbürgergeist. Aber in und von unsere Gesellschaft leben und maulen und sie vergiften können sie gut. Ekelhaft

    • Herrlich solche Kommentare. Wie kunstvoll, sich mit so wenigen Worten in so vielen Eigentoren selbst zu widersprechen.

      1. Eigentor
      Sie beginnen mit dem Vorwurf des »hate-speech« (die plumpe Vokabel Ihrer politischen Kaste) und enden mit einem »Ekelhaft«.

      2. Eigentor
      Sie titulieren meine bewußt eingesetzten Buzz-Words als »plumpe Sprache« und wie schon gehabt einem »hate-speech«, merken aber nicht, dass es die Sprache Ihrer eigenen politischen Füherer ist und outen sich somit, denkt man es folgerichtig zu Ende, als »selbstgerechten Kleinbürgergeist«. Ich möchte noch ein »naiv» und ein »spießig« hinzufügen und schon wird ein Schuh daraus.

      Das besten dann zum Schluss. Ihrer Meinung nach würde ich von dieser »Gesellschaft leben« und sie dabei »vergiften«. Grandios!

      Dummerweise bin ich weder Angestellter des Staates, noch Mitglied einer NGO, noch Hartz-4ler, als dass ich von dieser Gesellschaft, welche durch Blockwarte Ihresgleichen tagtäglich immer mehr vergiftet wird, lebte. Das möchte ich einmal als Produzent von Zwangsabgaben die ich in der »freien« Wirtschaft erarbeite, Lügen strafen. Nicht ich lebe von dieser Gesellschaft, sondern Ihre sog. Gesellschaft lebt von mir. Nicht ich lebe auf Kosten anderer, sondern erwirtschafte die Schutzgelder (genannt Steuern und Abgaben) für die Umverteilungsorgien und dicken Bäuche Ihrer Wohlgesinnten, welche sich nicht zuletzt (kommen wir wieder auf den Ursprung des Artikels zurück), in und mit der EU ein weiteres Standbein geschaffen haben. Nicht ich vergifte diese Gesellschaft, sondern Plünderer à la Mario Draghi & Co. Wie naiv sind Sie denn?

      Und genau dagegen »maule« ich an. Fühlen Sie sich doch wohl in Ihren totalitären Staatskolchosen mitsamt ihren Hofberichterstattern, aber lassen Sie mich dabei in Ruhe. Ich brauche weder Leute wie Sie, noch Ihr antieuropäisches Politbüro.

Kommentar verfassen

Zurück

© 2017 Der Kritisator. | Alle Rechte vorbehalten. | Powered by WordPress.