Mai
06
2009

Das Haus von Steve Jobs

The Jackling House

The Jackling House

Seit Jahren schwelt ein Streit zwischen Steve Jobs und der Gemeinde Woodside in Kalifornien, welcher bis zum State Supreme Court vorgedrungen ist. Es geht um ein Haus – das sogenannte Jackling House. Das Haus, 1928 erbaut, steht auf Jobs Grundstück und gehört diesem von der Fußmatte bis hin zum Schornstein. Es ist eine zum niederknien schöne Villa in spanischem Kolonialstil (siehe Fotos), erbaut von dem Industriellen Daniel Jackling. Richard Nixon war einmal Gast des Hauses und die Clintons wohnten später direkt nebenan. Das Haus hat Geschichte, Charm und sonst sehr viele Dinge die man weder kaufen noch konstruieren kann. Doch, und nun zum Stein des Anstosses, Steve Jobs will das Haus komplett abreißen lassen um sich einen kleineren Neubau hinzustellen. Sozusagen eine iVilla. Klein und modern …

Das ist irgendwie seltsam. Steve Jobs (Apple, Pixar), jemand dem eher zuviel als zuwenig Geschmack nachgesagt wird, dieser Jemand der die Kunst beherrscht, seinen Produkten das gewisse Etwas zu geben, dieses Besondere, ob in Soft- oder Hardware, das oft gar nicht mit rationalen Argumenten greifbar ist. Neben der eigentlichen Funktionstüchtigkeit kommen diese vielen, subtilen Nebensächlichkeiten in den Produkten zum tragen. Man könnte auch einfach sagen: Sie haben Charme, Stil. Und ausgerechnet dieser Jobs will dieses historische Kleinod durch einen Neubau ersetzen … Mir fehlen die Worte. Ich bin entsetzt!

Oder ist er bloß nur ein typischer Ami? Keinen großen Sinn für Historie. Abreißen, neubauen! Wie dem auch sei, Steve Jobs hätte ich mehr (Geschmack) zugetraut.

Infos:

P.S. Ganz großes Lob an den Fotogtrafen Jonathan Haeber.


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