Mrz
30
2010

Endlich wieder Sommerzeit! Nieder mit der Winterzeit!

Saargold

Seit Sonntag herrscht endlich wieder die Sommerzeit. Gerade nach dem arg langen Winter, eine Wohltat. Ein Aufatmen. Geschmacksverstärker für den Frühling. Das Leben geht weiter.

Wie immer liest man zuvor die kurzen Erinnerungsnotitzen in den Zeitungen. In letzter Zeit aber werden jene Artikel – insbesondere zur Sommerzeit – immer länger. Es sind die Pamphlete der millitanten Winterzeit-Szene. Das ist nicht nur dämlich, es nervt langsam!

Jedes Jahr das gleiche Geseire. Hohe Benzinpreise zur Osterferienzeit. Staus auf den Autobahnen. Der Spargel ist gerade auch schweineteuer und kostet ca. 20 €/k. Ach ja und die Sommerzeit. Und der Papst …

Ein Artikel DER ZEIT soll einmal exemplarisch für so viele andere dieser Art herhalten. In loser Folge hier die Hauptargumente, warum die Sommerzeit so schlecht, ja gar schädlich sein soll.

Die Wissenschaft (Schlafforschung) hat festgestellt, so jedenfalls die Fahnenträger der Täglich-Um-Zehn-Uhr-Zu-Bett-Gehenden, dass die Sommerzeit uns aus dem Rhythmis bringt, und da Schlaf ja so wichtig ist, somit schädlich ist. Früher waren die Leidtragenden die Kühe, heute ist es die komplette Sommerzeit-Hemisphäre.

Die Wissenschaft hat festgestellt, schliefen in den neunziger Jahren noch drei Viertel der Befragten ungestört, behauptet dies nun nur noch jeder Fünfte., so der Leitartikel der aktuellen ZEIT, welche diesmal auf Nieveau der BRIGITTE agiert. Dass sich in den letzten 20 Jahren ganz andere zivilisatorische Dinge negativ auf den Schlaf auswirken, das ignorieren die Winterzeitler geflissentlich: Akustik-, Licht-, Umwelt- und Medienverschmutzung, Handy- und WLAN-Strahlen überall, Rauchen, Alkohol, Fastfood, Tomaten aus China, Gammelfleisch aus dem REAL, Dauerstress, das Rund-Um-Die-Uhr-Erreichbar-Sein-Müssen … Aber nein, die Sommerzeit ist schuld.

Die Wissenschaft hat festgestellt, dass Lerchen (Frühaufsteher) weniger Probleme hätten als Eulen (also ich). Tatsächlich? Wieso eigentlich? Wegen der Hell- Dunkelphasen? Aber das ändert sich doch sowieiso das ganze Jahr über. Richtig gewöhnen wir uns daran nie, so Chronobiologe Roenneberg. Und was ist mit der Stunde später ins Bett gehen (wenn es denn bei einer bleibt) am Wochenende in der Kneipe? Ist das nicht auch schädlich für unseren Rhythmus? Oder gar ferne Länder bereisen mit bis zu 8 Stunden Zeitverschiebung. Ach herrje wie uns das durcheinander bringt. Herr Roenneberg lebt wahrschienlich nach der Uhr anstatt nach seiner Natur.

Die Wissenschaft hat festgestellt, dass wir mit der Sommerzeit keine Energie einsparen, was ja der ursprüngliche Grund der Zeitumstellung gesewesen ist. Das was man Abend an Licht einspart, würden morgens wieder die Heizkosten verschlingen. Warum ich im Sommer morgens heizen müsste, erschließt sich mir allerdings nicht.

Die Wissenschaft hat aber auch festgestellt, dass der Mensch etwa eine Woche braucht, um sich an die Zeitumstellung zu gewöhnen. Ich selbst merke bereits jetzt schon nichts mehr davon. Dabei ist mein Schlaf alles andere als problemlos. Wenn einer an Rhythmus- oder Schlafproblemen leidet, dann bin ich das. Doch kann ich nicht sagen, mehr Probleme bei der Zeitumstellung zu haben. Momentan jedenfalls schlafe ich prächtig.

Es gibt einfach keinen überzeugenden Grund, die Sommerzeit zu behalten, so Neurologin Högl ebenso in DER ZEIT. Nun denn, – selbst wenn diese ganzen pseudowissenschaftlichen Erkenntnisse Hand und Fuß hätten, so wiegt dies noch lange nicht die immensen Vorteile auf, welche die Sommerzeit bringt: Es ist Abends eine Stunde länger hell. Das erhellt mein Gemüt und wenn ich von der Arbeit komme, ist es nicht etwa schon dunkel, sondern ich kann sogar noch Sport und der gleichen treiben. Das soll sogar gesund sein und ebenso den Schlaf fördern was wiederum gesund ist. Mein Wohlbefinden steigert das ganz erheblich.

Mehr Sonne bedeutet mehr Lebensqualität und weniger Depression, eine Gleichung die sich durch alle Kulturen zieht. Zu beobachten vom Kunstwerk bis hin zu den Selbstmord-Statistiken im November.

Nein, ich bin nicht nur für die Beibehaltung der Sommerzeit, ich bin für die Abschaffung der Winterzeit. Dann sind auch gleichermaßen die »Argumente« der Zeitumstellung nichtig. Noch besser aber wäre: im Winter die Uhren zusätzlich noch eine Stunde vor zu drehen, damit es den ganzen Tag über nicht so verdammt dunkel ist. Eine Winterzeit quasi, die sich an die realen Gegebenheiten anpasst. Davon abgesehen. Mittag ist dann, wenn die Sonne im Zenit steht.

Info:

Umfrage:

  • Was soll in Zukunft mit den Zeiten respektive Uhrumstellungen geschehen?

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1 Kommentar »

  • Zelina sagt:

    Jetzt haben wir schon 2 Tage die Sommerzeit und ich bin immer noch alle. Es kann ja nicht sein, dass ich bei jeder Zeitumstellung 1 Woche brauche um wieder auf die Beine zu kommen. Trotzdem finde ich die Sommerzeit toll. Man hat viel mehr vom Tag. Ich bin jetzt son von der Sommerzeit begeistert, dass ich sogar einiges über die Sommerzeit zusammengetragen habe.

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