Essen & Trinken
Essen & Trinken – Was konsumiert der durchworbene Bürger?
Wenn es ums Essen und Trinken geht so sollte man annehmen, dass der Bürger nur die Produkte zu kauft, die ihm schmecken. Egal ob Junk-Food oder Feinschmeckereien, Beck’s oder Grosswald. Aber ist das tatsächlich so? Wie mündig ist der durchworbene Bürger noch?
Als Beispiel soll wieder einmal das leckerste Getränk der Welt herhalten: Bier. Als ich nämlich letztens im REWE war und mir eine Kiste meines Lieblingsbiers kaufen wollte stellte ich fest, dass es das nicht mehr gab. Die saarländische Marke Grosswald wurde aus dem Programm genommen. Als ich nachfragte musste ich erfahren, dass sich das Bier nicht gut verkaufe. Kaum zu glauben, denn Grosswald ist nicht nur ein regionales Kulturgut, sondern ein ungemein leckeres Bier. Leide ich unter Geschmacksverkalkung oder fehlt mir bloß der Mainstream auf meinen Geschmacksknospen?
0Warum trinken die Franzosen kein deutsches Bier?
Als ich neulich zwei Wochen in Frankreich Urlaub machte, bekam ich es wieder zu spüren: Es gibt kein deutsches Bier zu kaufen. Als Saarländer merkt man dies bereits wenn man die Supermärkte im Grenzbereich besucht.* Aber das wäre ja nicht weiter schlimm, schließlich gehöre ich nicht zu jenen Spezies, welche sich im Ausland nur mit deutschen Gewohnheiten umgeben. Im Gegenteil, ich möchte doch die Kultur des Landes in allen Zügen auskosten. Aber das französische Bier will ich trotzdem nicht trinken. Daher weiche ich meist auf belgisches aus. In Frankreich gibt es nämlich Bier aus drei Nationen zu kaufen: Frankreich, Holland und Belgien. Doch warum ausgerechnet eine Nation, welche für ihre Cuisine oder ihren Wein berühmt ist, offensichtlich so wenig Wert auf Bierkultur legt, das bleibt ein ungelöstes Rätsel der Neuzeit.
2Denglischdoofness N°7 – BRUCH N°1
Welcher Saarländer kennt es nicht, die Nummer Eins von Bruch. Neben dem eigentlich noch bekannteren und ebenso leckeren Zwickel, ist das Bier mit dem Namen BRUCH N°1 eben die Nummer Eins von der Bruch-Bier GmbH für ihr Pils. Als ich neulich in einem alldink Getränkemarkt war, war ich erstaunt darüber, wie man den Namen dieses Biers aussprach …
2Karlsberg wird wieder saarländisch
Gute Nachrichten aus dem Bierhause Karlsberg. Karlsberg erwirbt seine verkaufte Anteile zurück, und wird somit wieder Herr im eigenen Hause. Ebenso will man sich in Zukunft wieder auf das konzentrieren, was die Brauerei so erfolgreich gemacht hat: Auf das brauen von Bier und die Konzentration auf die Region. Ein Schritt in die richtige Richtung und ein Beispiel mit Vorbildcharakter und hoher Symbolik gegen den Einheitsbrei der Golbalisierung.
0Schwenkkurs für Peter Müller
Tja, wenn das mal keine Meldumg in der saarländischen Rubrik wert ist. Peter Müller, seines Zeichens Ministerpräsident des Saarlandes, muss beim Versuch zu Hause in Eppelborn zu grillen, die Feuerwehr rufen …
0Sind wir alle doch Romantiker?
Der zeitgenössische Mensch errichtet sich eine äußere Welt aus Beton, Stahl und Glas. Innerlich, zumindest wenn es ums Essen und Trinken geht, sehnt er sich, wenn auch nur oberflächlich bildhaft, nach Natur und Romantik. Die eine Welt, funtional-unemotional, ja kalt, die andere warm und wohlig. Wie passt das zusammen?
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