09
2009
Der 9. November – mehr als nur Berliner Mauer
08
2009
Bombentricher: Mahnmale werden zugeschüttet
Ein Alltagsbild in den Saarbrücker Wäldern sind die Bombentricher aus dem Zweiten Weltkrieg. 65 Jahre überdauerten diese Mahnmale und sie hätten die Kraft es für weitere 65 zu tun. Doch nun werden sie vom Saarforst zugeschüttet.
Wer kennt sie nicht, die zum Teil noch rießigen Löcher im Saarbrücker Waldboden, bzw. überall im Umland von Großstädten; von Wien bis Königsberg. Wie es dort und sonstwo Usus ist weiß ich nicht, doch in Saarbrücken kann man seit etwa zwei Jahren zunehmend beobachten, wie diese Erinnerungen nach und nach durch Zuschüttung gelöscht werden. Warum?
10
2009
Weltkriege: Polens Opferrolle
Am 1sten September jährte sich der Beginn des Zweiten Weltkrieges zum 70sten Male. Da ich unterwegs war, kann ich erst jetzt darüber schreiben. Man wurde dieser Tage von der Presse mit dem Kriegsbeginn 1939 gewissermaßen erschlagen und ebenso wurde man an die Schandtaten Nazideutschlands erinnert. Das ist gut und wichtig. Auch ich zog mir von DER ZEIT oder dem SPIEGEL bis hin zu den Fernsehreportagen die ganze Dosis wieder rein. Erschreckend nicht nur der Krieg an sich, sondern auch der gleich zu Beginn begangene Völkermord. Die Polen waren die esten Opfer.
Bemüht um Dualismus, möchte ich aber einmal über etwas anderes schreiben. Nicht über das, was jeder schon weiss, sondern über die Rolle Polens, welche mir, seit ich darüber nachdenke, immer wieder ins Auge springt und sauer aufstößt. In Deutschland hierzu kritische Töne zu finden ist ja quasi tabu, aber ich wage es dennoch.
20
2009
Der 20 Juli: Mondlandung, Stauffenberg oder aber Hitlerattentäter Georg Elser
Heute ist der 20 Juli. Alle reden entweder von der Mondladung vor 40 Jahren oder von dem Hitlerattentat der Widerstandsgeschichte. Dem Attentat von Graf Stauffenberg.
Ich zitiere aus geschichtsthemen.de:
20 Juli 1944. Die Abläufe sind bekannt.
Nur noch ein Wort zur Erfolgswahrscheinlichkeit: Hätte Stauffenberg die Ersatzbombe (die er immer mitführte) einfach neben die scharf gemachte Bombe mit in die Aktentasche gelegt, wäre auch in der Baracke (man hatte einen Bunker erwartet, wo die Druckwelle nicht entweichen kann) die Detonation so stark gewesen, dass Hitler keine Chance gehabt hätte (allerdings auch nicht die übrigen über 30 Mann, von denen so nur 4 umkamen).
Aber der durch seine Verletzung stark bewegungsbehinderte Stauffenberg wird hektisch, als ihn der Feldwebel vom Dienst beim Scharfmachen der ersten Bombe überrascht und versäumt diesen letzten Handgriff, der die Geschichte verändert hätte…
Der eine Handgriff, der die Geschichte verändert hätte; wenn auch in diesem Falle bereits etwas spät. Solcherlei kleine, dummen Zufälle, gab es in der Attentatshistorie gleich zu Hauf. Eine besonders mutige Aktion, welche leider kaum jemand kennt, möchte ich hier wenigstens kurz erwähnen. Es war das Bombenattentat eines Einzelnen. Es war die heldenhafte Tat von Georg Elser am 8. November 1939. Der Zeitgeschichte fehlten gerade einmal 13 Minuten.
25
2009
Weltkulturerbe: Dresdens Aberkennung durch UNSECO
Nun ist es offiziell. Wie zu erwarten, hat die Unesco heute in Sevilla das Dresdner Elbtal von der Liste des Weltkulturerbes gestrichen. Im Grunde zu Recht. Stein des Anstoßes, ist der in Angriff genommene Bau einer Brücke. Den gierigen Investoren und Nutznießern dürfe die Aberkennung gerade recht sein, nun können sie das Elbtal weiter zubauen; bis der Hals voll ist. Für dieses einzigartige Kulturerbe haben diese Verbrecher wohl genau so wenig übrig, wie seinerzeit die Bomben des Churchill. Dieses Beispiel zeigt in deutlicher Weise den Zustand der Republik, wenn Gesellschaft und selbst Teile der Politik, machtlos gegen die Interessen einiger weniger Oligarchen sind.
24
2009
Berliner Mauerstück: BILD kauft sich im Saarland ein
Was haben BILD, der Saarländische Landtag, die Berliner Mauer und Axel Springer gemein? Nun, ein Stück Berliner Mauer steht seit ca. einer Woche am Saarländischen Landtag. Als Erinnerung an die friedliche Revolution vom 9. November 1989. Das alles ist nicht weiter schlimm, schließlich hat jedes System seine Symbole. Doch gut gemeintes bekommt hier sogleich einen faden Beigeschmack, schaut man denn genauer hin.
03
2009
Chinas täglicher Terror – Eine Erinnerung an den 03 Juni 1989
Heute vor 20 Jahren fand das Massaker auf dem Platz des himmlichen Friedens statt. Jene, etwa 3000 Tote die auf jenem Platz ihren Tod fanden, schreien noch heute nach Gerechtigkeit und Aufklärung. Menschen wurden einfach von Panzern überrollt. 3jährige Kinder duch gezielte Kopfschüsse ermordet. Selbst die brutale SS kann auf eine solche »Tagesleistung«, ungeschminkt unter aller Welt Augen, nicht zurückblicken.
06
2009
Das Haus von Steve Jobs
Seit Jahren schwelt ein Streit zwischen Steve Jobs und der Gemeinde Woodside in Kalifornien, welcher bis zum State Supreme Court vorgedrungen ist. Es geht um ein Haus – das sogenannte Jackling House. Das Haus, 1928 erbaut, steht auf Jobs Grundstück und gehört diesem von der Fußmatte bis hin zum Schornstein. Es ist eine zum niederknien schöne Villa in spanischem Kolonialstil (siehe Fotos), erbaut von dem Industriellen Daniel Jackling. Richard Nixon war einmal Gast des Hauses und die Clintons wohnten später direkt nebenan. Das Haus hat Geschichte, Charm und sonst sehr viele Dinge die man weder kaufen noch konstruieren kann. Doch, und nun zum Stein des Anstosses, Steve Jobs will das Haus komplett abreißen lassen um sich einen kleineren Neubau hinzustellen. Sozusagen eine iVilla. Klein und modern …
01
2009
April April
Heute vor genau 100 Jahren, am 1. April 1909, wurde durch die Vereinigung der Städte Saarbrücken, Sankt Johann und Malstatt-Burbach die Großstadt Saarbrücken gegründet. Der Kritisastor gratuliert.
Info:
Stadt Saarbrücken
10
2009
Saarländischer Denkmalpflegepreis
Das Ministerium für Umwelt und die Handwerkskammer des Saarlandes schreiben einen Saarländischen Denkmalpflegepreis
aus. Dotiert ist dieser mit 6000 € und findet zum sechsten Mal statt.
Gesucht werden Menschen, die sich für Kulturdenkmäler im Land eingesetzt haben.
Bis zum 30sten April können bei der HWK oder dem Landesdenkmalamt Vorschläge und Bewerbungen eingereicht werden.
Also dann mal ran an die Bewerbungen. Da ich selbst dazu nicht in Frage komme, möchte ich doch wenigstens ein paar Empfehlungen für diesen ehrlich gemeinten Preis von Herrn Stefan Mörsdorf & Co. aussprechen …
08
2009
Republik SaarLorLux
Diese Geschichte ist interessant. Reformideen in Frankreich erwägen, das Reich noch mehr zu zentralisieren und im Zuge dessen, Regionen zusammenzulegen. Die von Napoleon eingeführte Gebietsreform existiert ja quasi heute noch. Elsaß und Lothringen, so die Idee, sollten ebenfalls zusammengelegt werden. Das ist bekannt. Erstaunen tut mich aber die jüngste Meldung des SRs …
01
2009
Stolpersteine in Saarbrücken
In Saarbrücken gibt es einiges woran man sich stoßen kann. Aber diesmal ist der Stein des Anstoßes 10 mal 10 Zentimeter groß und soll hier und da an symbol- bzw. geschichtsträchtigen Stellen in den Straßen von Saarbrücken und des Saarlandes bündig in den Boden eingelassen werden. Erinnern und mahnen sollen diese sog. »Stolpersteine« an unsere damaligen Mitbürger welche im Dritten Reich verhaftet, deportiert und ermordet wurden, nur weil sie Juden, behindert, Homo, Zigeuner oder sonst was waren und somit nicht zur Ideologie der Nazis passten.
21
2009
Sprache: Luxemburgisch gefährdet
Im Auftrag der UNESCO wurde jetzt am Tag der Muttersprache
eine Studie des australischen Sprachwissenschaftlers und Linguisten Christopher Moseley herausgegeben. Fazit: jede 2te Sprache ist gefährdet. Das Saarländisch aber – dem Lyoner sei Dank – nicht. Wohl aber die unserer Nachbarn im Norden und lothringischen Westen.
25
2009
SPD völlig hilflos: Onkel Wolf wird ausgepackt
Die jüngste Angstattacke in Richtung Linkspartei kommt nun vom Chef persönlich. Beck hätte man deswegen in der Luft zerrissen. Jedoch Münte gegenüber der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung: Die Linkspartei vertritt auf Bundesebene eine nationale soziale Politik
. Das soll wohl negative Emotionen gegenüber der Linkspartei wecken. Es reicht nun nicht mehr, die olle DDR-Vergangenheit auszukramen, nein, da muss schon was dolleres her: Onkel Adolf und seine Terrortruppe.













