Jun
25
2010
0

Ein Jubiläum: Strawinskys L’Oiseau de feu (Der Feuervogel) wurde vor 100 Jahren uraufgeführt

Léon Bakst Figurine für »Der Feuervogel«

Heute ist ein wichtiges Jubiläum in der Musikgeschichte. Denn auf den Tag genau vor 100 Jahren, am 25 Juli 1910, wurde Igor Strawinskys Balletmusik L’Oiseau de feu zu deutsch Der Feuervogel am Théâtre de l’Opéra in Paris uraufgeführt. Mit dem berühmten Ballets russes des Impresario Sergej Djagilew begann somit ein neues Zeitalter der Musik, welches bereits drei Jahre später mit dem Stück »Le Sacre du printemps« seinen Höhepunkt erreichte und wie eine Atombombe auf das 20. Jahrhundert einschlagen sollte.

Gerade eben erst wurde ich auf dieses Jubiläum aufmerksam und leider fehlt mir die Zeit, jetzt etwas über diese spannende Periode Strawinskys zu schreiben … vielleicht ein anderes Mal.
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Verfasst von Der Kritisator in: Kultur & Bildung, Musik |
Dez
15
2009
0

4′33”

TACET

Verfasst von Der Kritisator in: Kultur & Bildung, Musik |
Dez
02
2009
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Schluss mit “Zombies im Kaufhaus” – Karlsruhe stoppt Verkauf am Sonntag

Viel besser als »shoppen«

Viel besser als »shoppen«

Wer kennt ihn nicht, den Gruselschocker von damals, welcher heute wahrscheinlich kaum noch jemanden schockieren würde. Den Splatterfilm von George Romero, Dawn of the Dead aus dem Jahre 1978. In Deutschand weitläufig unter dem Titel Zombies im Kaufhaus bekannt … Schöner als Wikipedia kann ich es nicht formulieren:

Die Zombies wandern ziellos durch die Gänge und erinnern dabei ganz offensichtlich nicht nur rein zufällig an völlig normale Kaufhausbesucher.

Damit ist jetzt wenigstens Sonntags wieder Schluss! Das Bundesverfassungsgericht hat heute beschlossen, dass der Sonntag als Zeit zur persönlichen Ruhe, Besinnung, Erholung und Zerstreuung einzuhalten sei und somit die weitere Verökonomisierung des Homo Sapiens gestoppt und die vier verkaufsoffenen Adventssonntage in Berlin für grundgesetzwidrig erklärt.

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Nov
30
2009
0

Schweizer verbieten Minarette

Minaretten

Minaretten

Nachdem meine letzten Artikel der Schweiz gegenüber weniger freundlich gesinnt waren, so muss ich den Schweizern heute einmal meinen Respekt zollen. Via Volkentscheid haben sich die Schweizer bei einer ungewöhnlich hohen Wahlbeteiligung mit deutlicher Mehrheit für ein Verbot von muslimischen Statussymbolen, den Minaretten, in der Schweiz ausgesprochen. Hut ab!

Davon abgesehen, dass Religion nach meinem Verständnis eher schädlich als nützlich ist, bin ich der Meinung, dass überall Religionsfreiheit, sofern mit neuzeitlich humanen Wertbildern vereinbar, herrschen sollte. Darin bin ich ganz Preuße. Die Religion, so lange sie die Staatsraison in Ruhe lässt, ist mir schlimmstenfalls egal. Dennoch heiße ich die Entscheidung der Schweizer aus politischen Gründen für richtig und vor allem für mutig.

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Nov
25
2009
2

Denglischdoofness N°7 – BRUCH N°1

Number One

Number One

Welcher Saarländer kennt es nicht, die Nummer Eins von Bruch. Neben dem eigentlich noch bekannteren und ebenso leckeren Zwickel, ist das Bier mit dem Namen BRUCH N°1 eben die Nummer Eins von der Bruch-Bier GmbH für ihr Pils. Als ich neulich in einem alldink Getränkemarkt war, war ich erstaunt darüber, wie man den Namen dieses Biers aussprach …

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Nov
01
2009
0

Halloween vs. Lohengrin in Saarbrücken

Hello Wien

Hello Wien

Im SST lief am 31. Oktober Lohengrin und fiel damit sozusagen auf das seit etwa 15 Jahren aus dem Boden gestampfte »Fest« Halloween. Das Theater war voll, trotz der populären Gegenveranstaltung. Kultur bringt offenbar immer noch genügend Zugkraft auf. Gut so. Doch ohne dass ich es wollte, landete ich nach der Vorstellung auf einer halloweenisierten Party. Immerhin mit kulturellem Hintergrund. In die Moderne Galerie wurde eingeladen: Party und Kunst.

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Okt
31
2009
0

Denglischdoofness N°6 – H&M Magazine

hmDas H&M Magazine also; nicht Magazin, sondern »Mähgesein«. Uhhh. OK, gesehen, drin rumgeblättert, über »geniale« Texte gestolpert, mitgenommen. Inhaltlich braucht man natürlich nichts von einem Reklameblatt eines Bekleidungshauses erwarten, nein, hab ich auch nicht und darum soll’s auch nicht gehen. Doch die Sprache ist es – und die ist zitierenswert.

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Okt
25
2009
5

Polen kastriert Sexualverbrecher

Maria hat geholfen!

Maria hat geholfen!

Die neuste Meldung aus Polen hat mir nicht nur abermals die Sprache verschlagen, sie ist schlichtweg skandalös: Polen will Sexualverbrecher zur Strafe zwangskastrieren. Nun liegt Polen nicht irgendwo in China, sondern in Europa und ist zudem noch EU-Mitglied. Und dabei verwundert es, dass diese Meldung (noch) keine europaweite Empörung hervorgerufen hat. Hierzulande ging sie jedenfalls im Zuge des schwarz-gelben Koalitionsvertrages unter.

Ein Land jedenfalls, welches mittelalterliche Strafmethoden anwendet, hat meiner Meinung nach nichts in der EU verloren.

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Okt
18
2009
0

Salome in Saarbrücken oder: Applaus im Theater und der typische Frühklatscher

Kulturbürgertum

Kulturbürgertum

Die Unkultur des allzu frühen Applauses in Konzerten und Oper. Neulich mal wieder erlebt im Saarländischen Staatstheater, bei Salome von Richard Strauss.

Es war diese eine Minute, die alles entschied. Als bei Christian Thielemanns grandiosem Gastauftritt als Dirigent der Dresdner Staatskapelle die letzten Töne von Bruckners Achter verklungen waren, da herrschte eine unendliche Minute lang, bevor dann der Applaus gewitterartig losbrach, ein vielhundertfaches Schweigen. In genau dieser Schweigeminute für die Schönheit der Musik, am 13. September in der Semperoper, hat sich Thielemann vermutlich entschieden, als Chefdirigent nach Dresden zu ziehen – und München zu verlassen. Nicht nur wegen des Orchesters also, sondern auch wegen des Publikums.

Das, was DIE ZEIT hier so schön beschreibt, gibt es offenbar nicht nur nicht in München, sondern auch nicht in Saarbrücken.

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Verfasst von Der Kritisator in: Kultur & Bildung, Musik |
Okt
03
2009
3

Deutsche Sprache: Lob für Westerwelle

FDP Plakat

FDP Plakat

Ich bin sicherlich kein großer Freund von Guido Westerwelle und seiner FDP. Trodzdem aber, soviel Ehrlichkeit muss sein, muss ich Westerwelle einmal loben. Als jener nämlich diese Woche auf der ersten Pressekonferenz nach der Wahl in Berlin von einem Reporter eine Frage auf englisch gestellt bekam, antwortete Westerwelle auf deutsch.

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Sep
28
2009
1

Schweiz: Polanski nach Polizeifalle verhaftet

Schmutzige Wäsche waschen

frisch gewaschen

Deutscher als die Deutschen, das waren sie schon immer, die Schweizer. Denn was sich nun dieser Tage zutrug, das gelingt selbst den von den Schweizern sonst so geschmähten Deutschen nicht: Die Verhaftung von Regisseur Roman Polanski, wegen eines 30 Jahre zurückliegenden Deliktes in den USA.

Die Doppelmoral ist hanebüchen. Doch wenn’s ums Geld geht, ist der Schweiz selbst ihre berühmt-berüchtigte Neutralität keinen Rappen mehr wert.

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Aug
28
2009
0

4′33”

TACET

Verfasst von Der Kritisator in: Kultur & Bildung, Musik |
Aug
04
2009
0

Auto: Das Haus als Garage

2 x 2 Hummer nebeneinander

2 x 2 Hummer nebeneinander

Zugegeben. Ich bin ein bekennender Autohasser. Dabei kann ich durchaus ins schwärmen geraten, wenn ich einen Klassiker wie etwa eine DS, einen w/123 oder insbesondere einen Ro80 zu Gesicht bekomme, doch ich frage mich immer, was uns das Auto letztendlich gebracht hat. Und so komme ich meistens zu einem negativen Fazit. Doch davon soll hier und heute nicht die Rede sein. Hier geht es um SUG – Sports Utility Garage. Die Garage als Symbol und Zurschaustellung des persönlichen Wertesystems und Dekadenz.

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Jul
29
2009
4

TITANIC im Sommerloch

Satire im Sommerloch

Satire im Sommerloch

Eines der besten und wichtigsten Magazine der Republik hat leider immer wieder Totalaussetzer, in dem es sowohl den gewollten Witz, als auch den guten Geschmack weit verfehlt. Es geht um das Satiremagazin TITANIC.

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Jul
27
2009
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Bildung: Wer hat Jupiter schon mal gesehen?

Jupiter mit vier Monden

Jupiter mit vier Monden

Diese Woche hatte ich sowas wie ein kleines Aha-Erlebnis. Da ich mich momentan etwas mit Astronomie beschäftige weiss ich, dass sich zu dieser Jahreszeit, gegen 23 Uhr Jupiter am Himmel zeigt. Ergo richtete ich, als der Himmel endlich einmal wolkenfrei war, mein Fernglas zum Jupiter gen Südosten. Auf Anhieb und ohne dass ich dies erwartet hätte, sah ich drei der vier Galileischen Monde*. Doch das war nicht der springende Punkt. Ich wunderte mich über etwas anderes, nämlich darüber, dass etwas so offensichtliches, welches alljährlich über Wochen hinweg mit bloßem Auge oder jedem 08/15 Fernglas beobachtet werden kann, nicht wirklich in unserem Kulturkreis angekommen ist. Ich selbst habe sozusagen Jahrzehnte »gebraucht«, um diese einfache Erfahrung zu machen. Ist das nicht ein Jammer? Wie kann das sein?

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