Kultur & Bildung
Shampoowerbung mit Hitler in der Türkei
So manche Grundschwingung eines Kulturkreises erkennt man oft an Nebensächlichkeiten. Man schaue sich bspw. die Bestsellerlisten an, oder man werfe einen Blick ins Werbefernsehen. Gucken wir heute doch mal Richtung Osmanisches Reich. Wie allgemein bekannt sein dürfte, taucht(e) unter den Bücherlisten in der Türkei ein bestimmtes Buch mit erschreckender Regelmäßigkeit auf. In Deutschland gibt es dieses Buch zu Recht erst gar nicht zu kaufen: Hitlers Mein Kampf ist in der Türkei schlicht und einfach ein Bestseller, so lange jedenfalls, bis der Freistaat Bayern mit ein paar juristischen Tricks die Druckgenehmigung untersagte. Der neuste Schrei ist nun ein Werbespot im Türkischen Fernsehen. In einer Werbung für Haarwaschmittel wird der wild gestikulierende Hitler mit folgenden Worten auf türkisch hinterlegt:
Warum benutzt du Frauenshampoo, wenn du kein Frauenkleid trägst? Jetzt gibt es das hundertprozentige Männershampoo Biomen. Ein echter Mann benutzt Biomen!
Dass man Hitler als besonders männlich darstellt, erschließt sich mir nicht auf den ersten Blick. Der Spot hätte sicherlich auch Ernst Röhm gefallen und ganz gewiss auch Claudia Roth – doch was soll man weiter dazu sagen? Unter den Kemalisten hätte es das nicht gegeben. Eines aber steht fest: Das hat alles nichts mit dem Islam zu tun.
Info:
Quelle: timesofisrael.com
biomen.com.tr/
Aktuallisierung: Nun griff auch die Welt das Thema auf und bietet gar noch eine Interpretationsmöglichkeit an.
8Buchbesprechung Geldsozialismus – Teil 2: Geld, Macht und Schulden
Im ersten Teil der Buchbesprechung stellte ich den Autor und dessen Schule, die sogenannte Österreichische Schule für Nationalökonomie vor. Ihre Ansichten, Philosophie, Logik; ebenso die geringe Reputation innerhalb der Finanz-, der Politikwelt und Gesellschaft. Nicht weniger versuchte ich ein Bild zu umreißen, wie völlig konträr die sogenannten Austrians zum Mainstream bzgl. zur Misere und deren Ursachen der Finazindustrie oder generell zur Marktwirtschaft und dem Geldwesen stehen. Nun möchte ich etwas in die Details eintauchen und das ein oder andere Kapitel vorstellen. Fangen wir an mit dem Thema Geld.
2Buchbesprechung: »Geldsozialismus – Die wirklichen Ursachen der neuen globalen Depression« von Roland Baader
Heute möchte ich ein Buch vorstellen: »Geldsozialismus – Die wirklichen Ursachen der neuen globalen Depression« des kürzlich verstorbenen Autors Roland Baader. Baader starb im Januar 2012 nach längerem Leidensweg an Krebs. Der Autor war gleichermaßen bescheidener Bürger wie wortgewaltiger und unbequemer Mahner. Die Thematik seiner Werke war mir nicht unbekannt und von daher stieg ich auch nicht ganz unvorbereitet in meine erste Lektüre aus der Feder dieses Autors ein. Dennoch war ich als Leser wie vor den Kopf gestoßen. Geldsozialismus war sein letztes Werk, erschienen 2010 im Resch-Verlag.
Von den vielen politischen Büchern die ich gelesen habe, ist Geldsozialimus eines, welches mich nachhaltig beeindruckt hat. Nach lesen dieses Buches sieht man die Welt mit anderen Augen. Ob man daran glaubt oder nicht. Dieses Buch, bzw. die Thematik der sog. Österreichischen Schule (später dazu mehr), hat mein politisches Weltbild völlig auf den Kopf gestellt, nicht weniger. Oberflächlich betrachtet ist es bloß ein Buch über Ökonomie. Im großen und ganzen aber philosophisch. Es geht um nichts weniger, als um die menschliche Zivilisation, deren Dasein wie Überleben. Laut Baader leben wir bereits in einer Art Sozialismus, da unsere Marktwirtschaft mittlerweile zum Großteil sozialistisch sei und somit erst für die großen Blasen in Form von astronomischen Manager-Bonis sorgen würde. Da man tagaus, tagein immer nur vom bösen Kapitalismus hört, klingt das zunächst einmal völlig daneben. Doch Baader versteht es, den Nebel zu lüften und erklärt an Hand vieler sich logisch erschließender Beispiele, warum das, was allenthalben als Kapitalismus tituliert und zurecht verteufelt wird, gar keine solcher sei – sondern das exakte Gegenteil. Nicht der Kapitalismus ufere aus, sondern der »politikverseuchte« Markt.
2Zum heutigen Weltfrauentag: Steinigung als Tutorial
Die Steinigung im Islam
Zum Weltfrauentag spricht man natürlich nicht über solcherlei »unangenehme« Dinge. Das wäre nämlich politisch inkorrekt und somit rassistisch. Hier ein Artikel auf Pârse & Pârse über die (fachmännische) Steinigung der Frau nach islamischem Recht.
Pârse & Pârse:
Die Steinigung wird heute in all jenen Staaten praktiziert, in denen die Scharia, das islamische Rechtssystem herrscht, darunter in Afghanistan, in Teilen Indonesiens, Iran, Irak, Jemen, Nigeria, Pakistan, Somalia, Sudan, Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten. Die bis zur Hüfte oder unter die Brust eingegrabene Person wird dabei durch Steinwürfe auf Kopf und Oberkörper getötet. Die Steine dürfen nicht zu groß oder zu klein sein und der erste Wurf darf nicht tödlich sein.
Weiterlesen auf Pârse & Pârse.
Nachtrag: Steinigung wegen »falschem« Haarschnitt
2Mein Abschied von DER ZEIT
Wenige Wochen nachdem ich die Wochenzeitung DIE ZEIT abbestellt hatte, fiel mir auf, dass ich auch online, gleichwohl ähnlich, keine Mitgliedschaft mehr besitze. Nicht aus dem gleichen Grund. Die Kündigung hatte mit meinem Online-Account nichts zu tun. ZEITonline hatte diesen schlicht und ergreifend gesperrt. 1
Die Causa Kracht vom SPIEGEL
Ich lese viele Bücher, doch leider fast gar keine Literatur mehr. Doch Faserland von Christian Kracht habe ich gelesen. Ein Schlüsselwerk von jenem Autor, der jetzt von den selbsternannten Sittenwächtern des SPIEGEL (immer an vorderster Front beim »Kampf gegen Rechts™«) schuldig gesprochen wurde,
rechtes Gedankengutzu verbreiten. Ein Grund für mich, endlich mal wieder ein Stück Literatur zu lesen und mir Krachts neues Opus Imperium einzuverleiben.
Möglicherweise hat sich Spiegel-Schreiberling Georg Diez, der sich unverschämterweise an den Namen des Kritisators anlehnt und beim SPIEGEL eine Kolumne namens Der Kritiker inne hat, schon damals von Faserland auf den Schlips getreten gefühlt, und sich selbst als potentieller Protagonist der dort vegetierenden Dandys erkannt, und nun zurückgeschlagen – aber wer weiß das schon … Jedenfalls, man betrachte sein Konterfei auf SPON, das auf wundersame Weise alle Klischees nebst Dandybrille bedient. Fehlt nur noch das Faserlandsche Happy-End aber das kommt ja vielleicht noch.
Anbei noch der »Offene Brief« an den SPIEGEL vom Buchjournal:
0Lesers Lieblinge (Monat)
- Partei der Vernunft (PDV) tritt in NRW an!
- Vorgeschmack unserer Zukunft: Karikaturen terrorisieren friedlichen Islam in NRW
- Wahl in NRW: DIE LINKE wirbt für festen Steuersatz für alle
- Ein Koran in jedem deutschen Haushalt? Find’ ich eigentlich ganz gut! Lies’!
- Beck’s vs Karlskrone (ALDI)
- Saarlandwahl 2012: Wahlplakate im Vergleich
- Wulff nun doch besser als Gauck? Jetzt kann der ESM weiter marschieren …
- Wahlergebnis in NRW: Ein Kassandraruf und eine wage Hoffnung in den Nichtwähler
- TITANIC-Magazin: zwischen Papst, NPD, Klischee und Feigheit
- Wahl in Frankreich: Wie extrem ist die rechte Front National?







