Kunst & Unterhaltung
Kunst: Pissen mit Dolce & Afghaner in Wien

Pissen für den Weltfrieden
Der Name ist halbwegs witzig: Dolce & Afghaner. Dahinter steckt ein Künstlerduo, welches brandaktuell in Wien eine Pärformenz mit dem Namen »HAMAM statt DAHAM« begeht und für Aufsehen, ja Aufregung gesorgt hat. Ein Jonathan Meese würde sicherlich vor Neid erblassen; nicht der Aufmerksamkeit, sondern der Ausdruckskraft halber.
Grob beschreiben lässt sich das Kunstwerk folgendermaßen:
Die zwei Künstler D&G agieren mit Schwert um die Hüfte vor der Karlskirche in Wien mit affigen Verrenkungen unter der Begleitung mehrerer Frauen und Männer. Alle sind in ritterzeitlichen Fummel gehüllt. Zwei der Frauen sind vermummt und nehmen – soweit dies anatomisch möglich ist – ihre Muschi aus der Hose und pinkeln in das Wasserbecken vor der Kirche.
0Lucian Freud gen Licht
Lucian Freud ist tot. Am 20. Juli verstarb der britisch/österreichische Maler und Meister des Lichtes Lucian Freud. Ich erfuhr aber erst gestern davon, dann kam das Massaker in Norwegen … und mir verging die Lust an einer weiteren Ausarbeitung dieses Artikels. Dennoch möchte ich ihm hier mit einer kleinen Erwähnung würdigen und das Bild »Girl with a white dog« von 1952 vorstellen.
Info:
0Soll oder darf man Ideen aufsparen?

In DER ZEIT las ich ein Interview mit Brian Eno. Eno, dessen Werk ich seit den 80ern verfolge, ist nicht nur ein außergewöhnlicher Musiker, er sagt auch schlaue Sätze. Mich erinnert das immer an Helmut Schmitt. In jenem Interview stellte DIE ZEIT eine Frage, die ich mir selbst schon oft gestellt habe aber nie gültig beantworten konnte. Eno antwortete, und nun, nachdem ich die Antwort kenne, scheint es mir die einzig logische zu sein.
Koyaanisqatsi – Leben im Ungleichgewicht
Dass die Welt im Ungleichgewicht ist, ist ja nichts neues. Das gab es schon immer. Dummerweise hat das Ungleichgewicht aber heute andere Ausmaße als damals. Globalisierte Ausmaße mithin. Das erkannte man auch in den 70er Jahren schon, zumal mit der Zunahme von Umweltzerstörung das Industriezeitalter keine Schranken mehr zu kennen schien.
Der Regisseur Godfrey Reggio drehte zu dieser Thematik Ende der 70er einen Film. Der Film erschien 1982 unter dem Namen Koyaanisqatsi. Koyaanisqatsi ist ein Wort der Hopi-Indianer und bedeutet soviel wie »Leben im Ungleichgewicht«.
Der Film ist außergewöhnlich und gehört zum Grundkanon der modernen (westlichen) Kultur. So reizt es mich nun, nachdem ich die Musik dazu wieder gehört habe auch 30 Jahre nach Erscheinen des Filmes, einen kleinen Blogeintrag an dieser Stelle zu verfassen. Und dann seh’ ich mir gleich den Film wieder an!
0Schweiz: Polanski nach Polizeifalle verhaftet
Deutscher als die Deutschen, das waren sie schon immer, die Schweizer. Denn was sich nun dieser Tage zutrug, das gelingt selbst den von den Schweizern sonst so geschmähten Deutschen nicht: Die Verhaftung von Regisseur Roman Polanski, wegen eines 30 Jahre zurückliegenden Deliktes in den USA.
Die Doppelmoral ist hanebüchen. Doch wenn’s ums Geld geht, ist der Schweiz selbst ihre berühmt-berüchtigte Neutralität keinen Rappen mehr wert.
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