Musik

Bachs »Musikalisches Opfer«: Kompositionstechnik im Barock anschaulich erklärt

In diesem Video wird auf anschauliche Weise erklärt, welche Kompositionstechniken die Komponisten (vorzugsweise im Barock) verwendeten. Ein Thema wird auf verschiendene Arten wiedergegeben: Rückwärts (im Krebs), horizontal und vertikal gespiegelt und nicht zuletzt als Möbiusband. Dies ist freilich keine Erfindung Bachs, dennoch muss man die Kunst beherrschen, mit diesem Handwerk umzugehen ohne dass es künstlich klingt. Und Bach konnte es! Das Thema ist übrigens vom Preußenkönig Friedrich dem Großen. Bach hat es als Huldigung zu einem ganzheiltlichen, mehrsätzigen Werk verfasst: dem Musikalischen Opfer. Schade, dass im Video keine echten Instrumente verwendet werden.

0

50 Jahre »Love Me Do«

Beatles Requisiten in Hamburg

Im Museum


Heute vor 50 Jahren erschien die erste Beatles-Single. »Love Me Do«.

Siehe hier: derwesten.de/kultur/50-jahre-love-me-do

Der Kritisator verneigt sich vor den Beatles.

0

Propagandaschmiede Wikipedia

Für eine ideologiefreie deutsche Wikipedia

Ihren Spitznamen hat sie schon weg: Die Linkipedia: Ideologisierung, Manipulation, Halbwahrheiten, politische Einfärbung, Falschinformation, Geschichtsklittung, Diffamierung, Löschung nichtlinientreuer Beiträge, – und wäre das nicht schon genug, eine unsägliche Relevanzdiskussion. Wohin steuert die Wikipedia? Insbesondere die deutsche Wikipedia ist in Verruf geraten und selbst gerichtlicher Unterlassungserklärungen sehen sich die sog. Löschadmins nicht gewillt, Einhalt zu bieten. Die Rufschädigung treibt weiter ihre Blüten.

In letzter Zeit regt sich allerdings zunehmend Widerstand. Momentan gipfelt dieser nach einem offenen Brief von Michael Klein und dem eigentümlich-frei-Mitarbeiter Arne Hoffmann an den Wikipedia-Begründer Jimmy Wales in einem öffentlichen Aufruf in dem Blog Kritische Wissenschaft.

Die Manipulationen reichen von »harmlosen« Artikeln über Musik bis hin zu grobschlächtiger Geschichtsklitterung. Doch das Ziel ist meistens das gleiche: Auch zwischen den Zeilen soll eine bestimmte Ideologie an den Mann gebracht werden, und die ist in den meisten Fällen – ob Gender, Kultur, Demographie oder Wirtschaftssystem: links.

Weiterlesen

8

Soll oder darf man Ideen aufsparen?


In DER ZEIT las ich ein Interview mit Brian Eno. Eno, dessen Werk ich seit den 80ern verfolge, ist nicht nur ein außergewöhnlicher Musiker, er sagt auch schlaue Sätze. Mich erinnert das immer an Helmut Schmitt. In jenem Interview stellte DIE ZEIT eine Frage, die ich mir selbst schon oft gestellt habe aber nie gültig beantworten konnte. Eno antwortete, und nun, nachdem ich die Antwort kenne, scheint es mir die einzig logische zu sein.

Weiterlesen

0

Koyaanisqatsi – Leben im Ungleichgewicht

Pruitt-Igoe

Pruitt-Igoe-Wohngebiet (Quelle: Wikipedia)

Dass die Welt im Ungleichgewicht ist, ist ja nichts neues. Das gab es schon immer. Dummerweise hat das Ungleichgewicht aber heute andere Ausmaße als damals. Globalisierte Ausmaße mithin. Das erkannte man auch in den 70er Jahren schon, zumal mit der Zunahme von Umweltzerstörung das Industriezeitalter keine Schranken mehr zu kennen schien.

Der Regisseur Godfrey Reggio drehte zu dieser Thematik Ende der 70er einen Film. Der Film erschien 1982 unter dem Namen Koyaanisqatsi. Koyaanisqatsi ist ein Wort der Hopi-Indianer und bedeutet soviel wie »Leben im Ungleichgewicht«.

Der Film ist außergewöhnlich und gehört zum Grundkanon der modernen (westlichen) Kultur. So reizt es mich nun, nachdem ich die Musik dazu wieder gehört habe auch 30 Jahre nach Erscheinen des Filmes, einen kleinen Blogeintrag an dieser Stelle zu verfassen. Und dann seh’ ich mir gleich den Film wieder an!

Weiterlesen

0

Wiener Philharmoniker in Saarbrücken (zum ansehen)

Durchdrückpackung

Durchdrückpackung

Geht man auf ein Konzert von den Wiener Philharmonikern um die Musik zu hören oder um zu schauen oder geschaut zu werden? Sind die Teilnehmer des im Vorfeld stattgefundenen Gala-Dinners mit Johann Lafer (Karten 300 €) musikinteressiert oder bloß dekadent? Ist es ratsam in ein Konzert von klassischer Musik zu gehen, wenn einen die Musik »nervös« macht oder man nicht in der Lage ist zuzuhören?

Robert Leonardy hatte es mal wieder geschafft Weltklasse ins Saarland zu importieren. Diesmal waren es die Wiener Philharmoniker, welche im Rahmen der Musikfestspiele Saar gestern Abend in der Saarlandhalle gastierten. Gespielt wurde Mahlers 9. Sinfonie. Tolle Akteure, tolle Musik, tolle Aufführung … doch wäre alles so toll gewesen, gäbe hier nichts zu schreiben, denn: wir (meine Freundin und ich) gingen letztendlich verärgert aus dem Konzert nachhause. Mr. Murphy strafte uns gleich doppelt. Schuld waren nicht die Musik oder gar die Wiener Philharmoniker, sondern unsere Sitzplätze und deren Benutzer in unmittelbarer Nähe.

Weiterlesen

0

Gustav Mahler zum 100sten

Das Lied von der Erde - Der Abschied

… zum 100sten Todestag – nicht Geburtstag. Was soll ich sagen, – war es dabei auch noch gestern, den 18. Mai 2011. Zum 100 jährigen Abschied also (leider habe ich keine Zeit mir jetzt einen Artikel aus den Fingern zu ziehen), scheint es mir am passensten mit ebenjenem Abschied aus dem Lied von der Erde zu antworten. Leonard Bernstein erklärt zigarettenrauchrend in fast ergreifender Weise den Schluss aus Mahlers eigentlicher 9. Sinfonie, welche er ja aus Abergleube nicht die Neunte, sondern Das Lied von der Erde nannte. Nachdem er dann seine »richtige« 9te komponierte, welche ja eigentlich dann seine 10te war, starb er trotzdem … und nun ist er schon 100 Jahre tot.

Weiterlesen

0

Husten im Konzert: Schostakowitschs 4te in Saarbrücken

Achtung Esel!

Dass in Konzerten gehustet wird ist ja nichts neues. Doch dass es mich (als Opfer) einmal so erwischen würde, habe ich selbst in meinen pessimistischen Vorahnungen nicht befürchtet. Am 9ten Januar wurde in der Kongresshalle Saarbrücken ein Konzert gegeben. Die Deutsche Radiophilharmonie Saarbrücken-Kaiserslautern spielte auf. Auf dem Programm standen Bartóks Violinkonzert N°1 und Schostakowitschs Symphonie N°4.

Beide Stücke kannte ich, aber Schostakowitschs 4te liebe ich über alles. Es war das erste Mal, dass ich dieses Stück live erleben durfte. Ich will gar nicht weiter auf das Konzert eingehen und auch keine Kritik verfassen; dazu ist es jetzt – acht Tage danach – ohnehin zu spät. Doch nun, als ich mir den Konzertmittschnitt des SRs angehört habe – es gibt dazu übrigens eine App vom SR – kam mir der bereits verdrängte Husten an einer bestimmten Stelle wieder in den Sinn.

Weiterlesen

1

Ein Jubiläum: Strawinskys L’Oiseau de feu (Der Feuervogel) wurde vor 100 Jahren uraufgeführt

Léon Bakst Figurine für »Der Feuervogel«

Heute ist ein wichtiges Jubiläum in der Musikgeschichte. Denn auf den Tag genau vor 100 Jahren, am 25 Juli 1910, wurde Igor Strawinskys Balletmusik L’Oiseau de feu zu deutsch Der Feuervogel am Théâtre de l’Opéra in Paris uraufgeführt. Mit dem berühmten Ballets russes des Impresario Sergej Djagilew begann somit ein neues Zeitalter der Musik, welches bereits drei Jahre später mit dem Stück »Le Sacre du printemps« seinen Höhepunkt erreichte und wie eine Atombombe auf das 20. Jahrhundert einschlagen sollte.

Gerade eben erst wurde ich auf dieses Jubiläum aufmerksam und leider fehlt mir die Zeit, jetzt etwas über diese spannende Periode Strawinskys zu schreiben … vielleicht ein anderes Mal.

Weiterlesen

0
Bürgerrecht Direkte Demokratie

Für eine ideologiefreie deutsche Wikipedia
Wiki-Watch-Blog

Interview mit Roland Baader

Interview mit Roland Baader aus der Reihe »Streiflichter des Lebens«.