Dez
02
2009
0

Schluss mit “Zombies im Kaufhaus” – Karlsruhe stoppt Verkauf am Sonntag

Viel besser als »shoppen«

Viel besser als »shoppen«

Wer kennt ihn nicht, den Gruselschocker von damals, welcher heute wahrscheinlich kaum noch jemanden schockieren würde. Den Splatterfilm von George Romero, Dawn of the Dead aus dem Jahre 1978. In Deutschand weitläufig unter dem Titel Zombies im Kaufhaus bekannt … Schöner als Wikipedia kann ich es nicht formulieren:

Die Zombies wandern ziellos durch die Gänge und erinnern dabei ganz offensichtlich nicht nur rein zufällig an völlig normale Kaufhausbesucher.

Damit ist jetzt wenigstens Sonntags wieder Schluss! Das Bundesverfassungsgericht hat heute beschlossen, dass der Sonntag als Zeit zur persönlichen Ruhe, Besinnung, Erholung und Zerstreuung einzuhalten sei und somit die weitere Verökonomisierung des Homo Sapiens gestoppt und die vier verkaufsoffenen Adventssonntage in Berlin für grundgesetzwidrig erklärt.

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Nov
30
2009
0

Schweizer verbieten Minarette

Minaretten

Minaretten

Nachdem meine letzten Artikel der Schweiz gegenüber weniger freundlich gesinnt waren, so muss ich den Schweizern heute einmal meinen Respekt zollen. Via Volkentscheid haben sich die Schweizer bei einer ungewöhnlich hohen Wahlbeteiligung mit deutlicher Mehrheit für ein Verbot von muslimischen Statussymbolen, den Minaretten, in der Schweiz ausgesprochen. Hut ab!

Davon abgesehen, dass Religion nach meinem Verständnis eher schädlich als nützlich ist, bin ich der Meinung, dass überall Religionsfreiheit, sofern mit neuzeitlich humanen Wertbildern vereinbar, herrschen sollte. Darin bin ich ganz Preuße. Die Religion, so lange sie die Staatsraison in Ruhe lässt, ist mir schlimmstenfalls egal. Dennoch heiße ich die Entscheidung der Schweizer aus politischen Gründen für richtig und vor allem für mutig.

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Okt
13
2009
1

Hubert Ulrich: Die Ypsilanti der Saar – Der Wahlbetrug der Grünen im Saarland

veranderung

Die grüne Veränderung

Andrea Ypsilanti wurde vor Monaten für ihren Wortbruch, nicht mit den Linken koalieren zu wollen, öffentlich hingerichtet. Ihre politische Karriere ist somit quasi zu Ende. Völlig zu Recht. Hubert Ulrich tat nicht nur prinzipiell das gleiche, sondern legte in Sachen Unverschämtheit noch eins drauf. Doch im Gegensatz zu Ypsilanti kommt Ulrich mit der billigen Ausrede davon, eine persona non grata, nämlich Oskar Lafontaine sei an allem schuld. Das alles wird von Presse und Politik kommentarlos hingenommen.

Für mich ist die Koalitionsaussage der Grünen, mit der abgewählten CDU und der FDP eine Koalition eingehen zu wollen, der größte politische Skandal seit Hessen; ganz abgesehen von der grünen Posse um das Bürgermeisteramt für Kajo Breuer im Saarbrücker Stadtrat. Ein Skandal der insofern schwerer wiegt, dass es kein (öffentlicher) Skandal ist. Eine weitere Steigerung zur Superlative, ist auf der anderen Seite die abgewählte CDU. Peter Müller und Konsorten warfern derweil schon mal alle politischen Standpunkte über Bord, für die sie seit Jahren gerade gestanden haben. Ihre Ämter waren ihnen wichtiger.

Am elendesten aber war Ulrichs Gewimmer, die Linke hätte im Wahlkampf Stimmung gegen die Grünen gemacht. »Aus dem Landtag kegeln …«. Wie bitte? Seit wann werfen sich die Parteien im Wahlkampf Wollknäuel zu? Heul doch Hubert Ulrich!

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Okt
11
2009
2

Jamaika an der Saar: Ein Skandal

Gutes Essen und prima Pöstchen

Öko-Kaviar und prima Pöstchen

Die Parole die Lafontaine im Landeswahlkampf ausrief hat sich nun bewahrheitet: Wer Grün wählt, wird sich schwarz ärgern!

Sobenen wurde bekannt, dass sich der Vorstand der Grünen Saar, allen voran Landescheft Hubert Ulrich, mit deutlicher Mehrheit für ein Bündnis aus CDU, FDP und Grünen ausgesprochen hat. Das ist nicht nur ein Tritt in den Hintern der wohl meisten Wähler die für die Grünen votiert haben, sondern auch gegen die Mehrheit der Saarländer, welche sich eindeutig gegen ein Weiterregieren von Peter Müller ausgesprochen haben. Wer hinter die Kulisse schaut, wird schnell fündig. Um Inhalte kann es bei dieser Entscheidung wohl kaum gegangen sein. Persönliche Präferenzen und Abneigungen, sowie ein Pöstchen hier und ein Zugeständnis da; dies waren die entscheidenden Punkte und die Strippenzieher haben obsiegt.

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Okt
03
2009
3

Deutsche Sprache: Lob für Westerwelle

FDP Plakat

FDP Plakat

Ich bin sicherlich kein großer Freund von Guido Westerwelle und seiner FDP. Trodzdem aber, soviel Ehrlichkeit muss sein, muss ich Westerwelle einmal loben. Als jener nämlich diese Woche auf der ersten Pressekonferenz nach der Wahl in Berlin von einem Reporter eine Frage auf englisch gestellt bekam, antwortete Westerwelle auf deutsch.

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Sep
25
2009
0

Regierungsbildung Saar – Wie Grünen-Chef Ulrich sich auf***lt

Königsmacher

Königsmacher

Wie ja nun jeder mitbekommen hat, sind die Grünen mit ihrem Landeschef Hubert Ulrich die Königsmacher an der Saar. Entgegen der Ankündigung Ulrichs allerdings, noch vor der Bundestagswahl eine Koalitionsaussage zu machen – so jedenfalls, habe ich es in Erinnerung –, geilt sich der lange Hubert regelrecht an seiner nun zugefallenen Rolle auf. Ach wie wichtig er doch nun ist.

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Sep
18
2009
3

Media Markt so teuer wie blöd

cyberport

Hier billig, nicht teuer wie Sau

Dass der die das MediaBlöd nicht billig ist, weiß ja mitttlerweile der Doofste. Aber dass es dort so unglaublich teuer, ja fast doppelt so teuer wie anderswo ist, das musste ich diese Woche feststellen. Ein echtes Schnäppchen, à la MediaMarkt.

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Sep
10
2009
0

Weltkriege: Polens Opferrolle

Lichtdome

Lichtdome

Am 1sten September jährte sich der Beginn des Zweiten Weltkrieges zum 70sten Male. Da ich unterwegs war, kann ich erst jetzt darüber schreiben. Man wurde dieser Tage von der Presse mit dem Kriegsbeginn 1939 gewissermaßen erschlagen und ebenso wurde man an die Schandtaten Nazideutschlands erinnert. Das ist gut und wichtig. Auch ich zog mir von DER ZEIT oder dem SPIEGEL bis hin zu den Fernsehreportagen die ganze Dosis wieder rein. Erschreckend nicht nur der Krieg an sich, sondern auch der gleich zu Beginn begangene Völkermord. Die Polen waren die esten Opfer.

Bemüht um Dualismus, möchte ich aber einmal über etwas anderes schreiben. Nicht über das, was jeder schon weiss, sondern über die Rolle Polens, welche mir, seit ich darüber nachdenke, immer wieder ins Auge springt und sauer aufstößt. In Deutschland hierzu kritische Töne zu finden ist ja quasi tabu, aber ich wage es dennoch.

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Sep
07
2009
0

Wahlen: Die Junker von der Saar

jkl

Fabrique en monnaie

Die Wahl an der Saar ist gelaufen und das Votum des Bürgers war eindeutig. Wie ich nun dem Saar Report entnahm, machte Wendelin von Boch, nach der defacto-Wende bei der Landtagswahl, mit einer Androhung Stimmung gegen ein linkes Regierungsbündnis. Da bekommt jemand nasse Füße. Schöner oder besser kann man die wahren Zugehörigkeiten von politischen Lagern und Gesellschaftsschichten nicht mehr beschreiben. Käme denn Die Linke zu einer Regierungsbeteiligung, so würde er, Wendelin von Boch, mit seinem Laden Villeroy & Boch nach Luxemburg umziehen. Prima, passen würde das ja perfekt. Soll er den Müller Peter gleich mitnehmen. Dieser wird vom aktuellen Premierminister, mit dem passenden Namen Juncker, sicherlich wohlwollend aufgenommen.

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Aug
22
2009
1

Landtagswahl Saarland 2009: Laß Dich nicht linken!

Laß Dich nicht linken!

Laß Dich nicht linken!

Ähnlich wie die CDU, bzw. jener »Verein« – siehe Artikel – springt nun auch die NPD auf den gleichen Zug (Ich lasse mich nicht linken!) auf. Dieser Tage sah ich die entsprechenden Plakate der NPD-Saar. Die Kampagnen gleichen sich, wie ein Ei dem anderen. Peinlich für die CDU? Wer weiß!?

Offensichtlich aber, sind sich da zwei Parteien (noch) näher gekommen. Die Richtung stimmt jedenfalls. Was sonst gäbe es noch rechts von der CDU zu sichten? Linkes hat dort keinen Platz. Wie wär’s mit einer Koalition, wenn’s für eine schwarz/gelbe Mehrheit nicht reicht? Nee, keine Schwampel, sondern Schwarz, Gelb, Braun; eine Schbrampel sozusagen …

Aug
13
2009
5

Landtagswahl Saarland 2009: Aussagen der Plakate im Vergleich

Wahlen. Die Städte und Dörfer sind mal wieder mit Wahlplakaten zugekleistert. Was bezwecken sie? Was wollen sie dem unentschlossenen Wähler in den letzten Tagen noch mit auf den Weg geben? Anbei ein kleiner Versuch, nur an Hand dieser Werbemittel, die Aussagen und Botschaften der Parteien zu entschlüsseln und interpretieren.

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CDU Wähler

CDU (Die Quote)

Da die CDU nach 10 Jahren Alleinherrschaft kaum große Versprechungen abgeben kann und ebenso Vergangenes nicht aufwärmen möchte, betreibt sie eine Imagekampagne. Interessant ist die Bildsprache. Auf den ersten Blick könnte die Botschaft lauten: Multikulti. Aha!? In den 80/90ern eigentlich mal ein Thema der Grünen. Nun, damit die politisch korrekte Quote stimmt, werden auf den Plakaten Menschen mit verschiedenen Hautfarben und diversen sozialen Schichten abgebildet, welche, mit Namen genannt, allesamt CDU wählen würden. Schwarze, Inder, Weiße. Letztere in der Überzahl; und unter diesen auch grenzwertig zahnlose Rentner. Eigentlich keine schlechte Sache, nicht nur auf Models oder Schönlinge zu setzen, sondern den »Mann von der Straße« zu zeigen.

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Jul
23
2009
0

Das große Fressen: VW Porsche

Beim Fressen gelpatzt

Beim Fressen gelpatzt

Das große Fressen geht weiter. Porsche will VW schlucken und dabei verschlingt VW Porsche. Porsche-Chef Wendelin Wiedeking trat als Vorstandsvorsitzender zurück und bekommt eine Abfindung von 50 Milliönchen. Wiedeking war mir im Gegensatz zu Ferdinand Piëch gar nicht mal so unsympatisch, doch werde ich diese Mentalität nie und nimmer verstehen …

Jul
11
2009
6

Linke CDU-Kampagne: “Ich lasse mich nicht linken”

Punkt

spitzen Wachstum

Unter dem Slogan Ich lasse mich nicht linken veranstaltet die CDU im Saarland eine Antikampagne gegen die SPD und Die Linke. Die ersten Anzeigen fielen mir Mitte der Woche in der Saarbrücker Zeitung auf. Am Freitag laß ich in selbiger einen entsprechenden Artikel. Das linke daran, – auch die SZ geht nicht wirklich darauf ein – ist die Tarnkappe dieser Kampagne, da diese offiziell als Verein fungiert. Das ist das eine. Das andere ist die Art dieses Wahlkampfes. Anstatt auf eigene Themen zu setzen und diese zu kommunizieren, werden politische Gegner ins schlechte Licht gerückt und Angstmache betrieben. Wenn das mal keine linke Nummer ist?

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Jun
27
2009
0

Karlsberg wird wieder saarländisch

Karlsberg Bier

Karlsberg Bier

Gute Nachrichten aus dem Bierhause Karlsberg. Karlsberg erwirbt seine verkaufte Anteile zurück, und wird somit wieder Herr im eigenen Hause. Ebenso will man sich in Zukunft wieder auf das konzentrieren, was die Brauerei so erfolgreich gemacht hat: Auf das brauen von Bier und die Konzentration auf die Region. Ein Schritt in die richtige Richtung und ein Beispiel mit Vorbildcharakter und hoher Symbolik gegen den Einheitsbrei der Golbalisierung.
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