Nov
08
2009
0

Bombentricher: Mahnmale werden zugeschüttet

Gelöschte Erinnerungen

Gelöschte Erinnerungen

Ein Alltagsbild in den Saarbrücker Wäldern sind die Bombentricher aus dem Zweiten Weltkrieg. 65 Jahre überdauerten diese Mahnmale und sie hätten die Kraft es für weitere 65 zu tun. Doch nun werden sie vom Saarforst zugeschüttet.

Wer kennt sie nicht, die zum Teil noch rießigen Löcher im Saarbrücker Waldboden, bzw. überall im Umland von Großstädten; von Wien bis Königsberg. Wie es dort und sonstwo Usus ist weiß ich nicht, doch in Saarbrücken kann man seit etwa zwei Jahren zunehmend beobachten, wie diese Erinnerungen nach und nach durch Zuschüttung gelöscht werden. Warum?

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Nov
01
2009
0

Halloween vs. Lohengrin in Saarbrücken

Hello Wien

Hello Wien

Im SST lief am 31. Oktober Lohengrin und fiel damit sozusagen auf das seit etwa 15 Jahren aus dem Boden gestampfte »Fest« Halloween. Das Theater war voll, trotz der populären Gegenveranstaltung. Kultur bringt offenbar immer noch genügend Zugkraft auf. Gut so. Doch ohne dass ich es wollte, landete ich nach der Vorstellung auf einer halloweenisierten Party. Immerhin mit kulturellem Hintergrund. In die Moderne Galerie wurde eingeladen: Party und Kunst.

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Okt
13
2009
1

Hubert Ulrich: Die Ypsilanti der Saar – Der Wahlbetrug der Grünen im Saarland

veranderung

Die grüne Veränderung

Andrea Ypsilanti wurde vor Monaten für ihren Wortbruch, nicht mit den Linken koalieren zu wollen, öffentlich hingerichtet. Ihre politische Karriere ist somit quasi zu Ende. Völlig zu Recht. Hubert Ulrich tat nicht nur prinzipiell das gleiche, sondern legte in Sachen Unverschämtheit noch eins drauf. Doch im Gegensatz zu Ypsilanti kommt Ulrich mit der billigen Ausrede davon, eine persona non grata, nämlich Oskar Lafontaine sei an allem schuld. Das alles wird von Presse und Politik kommentarlos hingenommen.

Für mich ist die Koalitionsaussage der Grünen, mit der abgewählten CDU und der FDP eine Koalition eingehen zu wollen, der größte politische Skandal seit Hessen; ganz abgesehen von der grünen Posse um das Bürgermeisteramt für Kajo Breuer im Saarbrücker Stadtrat. Ein Skandal der insofern schwerer wiegt, dass es kein (öffentlicher) Skandal ist. Eine weitere Steigerung zur Superlative, ist auf der anderen Seite die abgewählte CDU. Peter Müller und Konsorten warfern derweil schon mal alle politischen Standpunkte über Bord, für die sie seit Jahren gerade gestanden haben. Ihre Ämter waren ihnen wichtiger.

Am elendesten aber war Ulrichs Gewimmer, die Linke hätte im Wahlkampf Stimmung gegen die Grünen gemacht. »Aus dem Landtag kegeln …«. Wie bitte? Seit wann werfen sich die Parteien im Wahlkampf Wollknäuel zu? Heul doch Hubert Ulrich!

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Okt
11
2009
2

Jamaika an der Saar: Ein Skandal

Gutes Essen und prima Pöstchen

Öko-Kaviar und prima Pöstchen

Die Parole die Lafontaine im Landeswahlkampf ausrief hat sich nun bewahrheitet: Wer Grün wählt, wird sich schwarz ärgern!

Sobenen wurde bekannt, dass sich der Vorstand der Grünen Saar, allen voran Landescheft Hubert Ulrich, mit deutlicher Mehrheit für ein Bündnis aus CDU, FDP und Grünen ausgesprochen hat. Das ist nicht nur ein Tritt in den Hintern der wohl meisten Wähler die für die Grünen votiert haben, sondern auch gegen die Mehrheit der Saarländer, welche sich eindeutig gegen ein Weiterregieren von Peter Müller ausgesprochen haben. Wer hinter die Kulisse schaut, wird schnell fündig. Um Inhalte kann es bei dieser Entscheidung wohl kaum gegangen sein. Persönliche Präferenzen und Abneigungen, sowie ein Pöstchen hier und ein Zugeständnis da; dies waren die entscheidenden Punkte und die Strippenzieher haben obsiegt.

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Sep
07
2009
0

Wahlen: Die Junker von der Saar

jkl

Fabrique en monnaie

Die Wahl an der Saar ist gelaufen und das Votum des Bürgers war eindeutig. Wie ich nun dem Saar Report entnahm, machte Wendelin von Boch, nach der defacto-Wende bei der Landtagswahl, mit einer Androhung Stimmung gegen ein linkes Regierungsbündnis. Da bekommt jemand nasse Füße. Schöner oder besser kann man die wahren Zugehörigkeiten von politischen Lagern und Gesellschaftsschichten nicht mehr beschreiben. Käme denn Die Linke zu einer Regierungsbeteiligung, so würde er, Wendelin von Boch, mit seinem Laden Villeroy & Boch nach Luxemburg umziehen. Prima, passen würde das ja perfekt. Soll er den Müller Peter gleich mitnehmen. Dieser wird vom aktuellen Premierminister, mit dem passenden Namen Juncker, sicherlich wohlwollend aufgenommen.

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Aug
22
2009
1

Landtagswahl Saarland 2009: Laß Dich nicht linken!

Laß Dich nicht linken!

Laß Dich nicht linken!

Ähnlich wie die CDU, bzw. jener »Verein« – siehe Artikel – springt nun auch die NPD auf den gleichen Zug (Ich lasse mich nicht linken!) auf. Dieser Tage sah ich die entsprechenden Plakate der NPD-Saar. Die Kampagnen gleichen sich, wie ein Ei dem anderen. Peinlich für die CDU? Wer weiß!?

Offensichtlich aber, sind sich da zwei Parteien (noch) näher gekommen. Die Richtung stimmt jedenfalls. Was sonst gäbe es noch rechts von der CDU zu sichten? Linkes hat dort keinen Platz. Wie wär’s mit einer Koalition, wenn’s für eine schwarz/gelbe Mehrheit nicht reicht? Nee, keine Schwampel, sondern Schwarz, Gelb, Braun; eine Schbrampel sozusagen …

Aug
13
2009
5

Landtagswahl Saarland 2009: Aussagen der Plakate im Vergleich

Wahlen. Die Städte und Dörfer sind mal wieder mit Wahlplakaten zugekleistert. Was bezwecken sie? Was wollen sie dem unentschlossenen Wähler in den letzten Tagen noch mit auf den Weg geben? Anbei ein kleiner Versuch, nur an Hand dieser Werbemittel, die Aussagen und Botschaften der Parteien zu entschlüsseln und interpretieren.

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CDU Wähler

CDU (Die Quote)

Da die CDU nach 10 Jahren Alleinherrschaft kaum große Versprechungen abgeben kann und ebenso Vergangenes nicht aufwärmen möchte, betreibt sie eine Imagekampagne. Interessant ist die Bildsprache. Auf den ersten Blick könnte die Botschaft lauten: Multikulti. Aha!? In den 80/90ern eigentlich mal ein Thema der Grünen. Nun, damit die politisch korrekte Quote stimmt, werden auf den Plakaten Menschen mit verschiedenen Hautfarben und diversen sozialen Schichten abgebildet, welche, mit Namen genannt, allesamt CDU wählen würden. Schwarze, Inder, Weiße. Letztere in der Überzahl; und unter diesen auch grenzwertig zahnlose Rentner. Eigentlich keine schlechte Sache, nicht nur auf Models oder Schönlinge zu setzen, sondern den »Mann von der Straße« zu zeigen.

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Jul
11
2009
6

Linke CDU-Kampagne: “Ich lasse mich nicht linken”

Punkt

spitzen Wachstum

Unter dem Slogan Ich lasse mich nicht linken veranstaltet die CDU im Saarland eine Antikampagne gegen die SPD und Die Linke. Die ersten Anzeigen fielen mir Mitte der Woche in der Saarbrücker Zeitung auf. Am Freitag laß ich in selbiger einen entsprechenden Artikel. Das linke daran, – auch die SZ geht nicht wirklich darauf ein – ist die Tarnkappe dieser Kampagne, da diese offiziell als Verein fungiert. Das ist das eine. Das andere ist die Art dieses Wahlkampfes. Anstatt auf eigene Themen zu setzen und diese zu kommunizieren, werden politische Gegner ins schlechte Licht gerückt und Angstmache betrieben. Wenn das mal keine linke Nummer ist?

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Jun
27
2009
0

Karlsberg wird wieder saarländisch

Karlsberg Bier

Karlsberg Bier

Gute Nachrichten aus dem Bierhause Karlsberg. Karlsberg erwirbt seine verkaufte Anteile zurück, und wird somit wieder Herr im eigenen Hause. Ebenso will man sich in Zukunft wieder auf das konzentrieren, was die Brauerei so erfolgreich gemacht hat: Auf das brauen von Bier und die Konzentration auf die Region. Ein Schritt in die richtige Richtung und ein Beispiel mit Vorbildcharakter und hoher Symbolik gegen den Einheitsbrei der Golbalisierung.
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Jun
24
2009
0

Berliner Mauerstück: BILD kauft sich im Saarland ein

bmauer

Axel Springer Mahnmal

Was haben BILD, der Saarländische Landtag, die Berliner Mauer und Axel Springer gemein? Nun, ein Stück Berliner Mauer steht seit ca. einer Woche am Saarländischen Landtag. Als Erinnerung an die friedliche Revolution vom 9. November 1989. Das alles ist nicht weiter schlimm, schließlich hat jedes System seine Symbole. Doch gut gemeintes bekommt hier sogleich einen faden Beigeschmack, schaut man denn genauer hin.

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Jun
06
2009
0

Schwenkkurs für Peter Müller

So geht's

So geht's

Tja, wenn das mal keine Meldumg in der saarländischen Rubrik wert ist. Peter Müller, seines Zeichens Ministerpräsident des Saarlandes, muss beim Versuch zu Hause in Eppelborn zu grillen, die Feuerwehr rufen …

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Mai
31
2009
2

KARSTADT (Saarbrücken)

KARSTADT bei Nacht

KARSTADT bei Nacht

KARSTADT steht auf der Kippe. Nun bin ich der letzte der um Kaufhäuser bettelt, doch Saarbrücken ohne sein KARSTADT – das kann ich mir nicht vorstellen. Ein Paradoxon leuchtet sofort auf, zumindest aus Sicht eines Saarbrückers; denn ein Kaufhaus zu schließen welches nur so brummt, wie kann das denn sein? Die drohende Schließung hat dennoch berechtigte Hintergründe und diese liegen, wie so oft in letzter Zeit, woanders: Im Spekulationsnirvana des Börsenkapitalismus.

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Mai
21
2009
3

Totobad Saarbrücken eröffnet Badesaison! Wie lange noch?

Totobad in den 60ern

Totobad in den 60ern

Heute an Christi Himmelfahrt eröffnet das Totobad Saarbrücken die Badesaison. Das Freibad ist das letzte noch bestehende öffentliche Bad in der Innenstadt. Noch …

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Mai
17
2009
1

Studiengebühren: Ab in die Palz

Bald »Intel Center of Science«

»Intel Center of Science«

Ab in die Palz, so werden viele anssässige Saarländer zu sich sagen und letztendlich auch so handeln; jedenfalls dann, wenn’s ums Studium geht. Ergo Tier statt Saarbrücken. Das liegt nich daran, dass die Uni in der Pfalz besser ist. Nein, es liegt am Bezahlstudium. Im CDU-Land Saarland ist das Studium nämlich seit dem WS 2007/2008 kostenpflichtig. Bereits nach knapp einem Jahr belegt eine aktuelle Studie des Saarbrücker Instituts für Sozialforschung und Sozialwirtschaft das, was vorher schon jeder Grundschüler prognostizierte. Seit Einführung der Studiengebühren schrieben sich 6,2 Prozent weniger Studenten ins erste Semester ein als im Jahr zuvor. Trier hingegen verbuchte mit 13,5 Prozent Mehreinschreibungen eine Rekordhöhe an Erstsemestern.

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Mai
12
2009
0

Ordnungsamt demontiert Plakate der FDP

Platz 1 für Karsten Krämer

Platz 1 für Karsten Krämer

Die Stadtverwaltung hat 500 Wahlplakate der FDP abgehängt. Aus Gründen der Gleichbehandlung. Oh Menno.

Zu den am 7. Juni 2009 statt findenden Kommunal- und Europawahlen ist es erlaubt, im Stadtgebiet 480 Plakate aufzuhängen. Man hätte alleine in der Kernsatdt 1082 Plakate der FDP gezählt, so das Ordnungsamt. Nach Adam Riese musste das Ordnungsamt also mehr davon abhängen, als eigentlich erlaubt sind; auf Kosten der FDP vesteht sich, da die Partei der Aufforderung es selbst zu tun, nicht nach gekommen ist.

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