Eines der besten und wichtigsten Magazine der Republik hat leider immer wieder Totalaussetzer, in dem es sowohl den gewollten Witz, als auch den guten Geschmack weit verfehlt. Es geht um das Satiremagazin TITANIC.
27
2009
Bildung: Wer hat Jupiter schon mal gesehen?
Diese Woche hatte ich sowas wie ein kleines Aha-Erlebnis. Da ich mich momentan etwas mit Astronomie beschäftige weiss ich, dass sich zu dieser Jahreszeit, gegen 23 Uhr Jupiter am Himmel zeigt. Ergo richtete ich, als der Himmel endlich einmal wolkenfrei war, mein Fernglas zum Jupiter gen Südosten. Auf Anhieb und ohne dass ich dies erwartet hätte, sah ich drei der vier Galileischen Monde*. Doch das war nicht der springende Punkt. Ich wunderte mich über etwas anderes, nämlich darüber, dass etwas so offensichtliches, welches alljährlich über Wochen hinweg mit bloßem Auge oder jedem 08/15 Fernglas beobachtet werden kann, nicht wirklich in unserem Kulturkreis angekommen ist. Ich selbst habe sozusagen Jahrzehnte »gebraucht«, um diese einfache Erfahrung zu machen. Ist das nicht ein Jammer? Wie kann das sein?
26
2009
Denglischdoofness N°5
Heute: Reprint
Hmm, ich kaufe mir im Musikgeschäft sowas richtig deutsches; eine Faksimile-Ausgabe zudem: Die Originalausgabe des Erstdrucks von Schuberts Müllerin. Die Vertonung für Singstimme von Wilhelm Müllers Gedichtezyklus Die schöne Müllerin. Sie erschien 1830 beim Verlag Diabelli in Wien. Es ist eine sehr schöne Ausgabe, dicker Deckeleinband im Querformat. Ebenso gut die Bindung, welche beim Klavierspielen nicht immer und immer wieder zuklappt, sondern dort bleibt, wo sie aufgeschlagen wurde. Aber was steht da auf dem romantisch gestalteten Deckeleinband?
23
2009
Das große Fressen: VW Porsche
Das große Fressen geht weiter. Porsche will VW schlucken und dabei verschlingt VW Porsche. Porsche-Chef Wendelin Wiedeking trat als Vorstandsvorsitzender zurück und bekommt eine Abfindung von 50 Milliönchen. Wiedeking war mir im Gegensatz zu Ferdinand Piëch gar nicht mal so unsympatisch, doch werde ich diese Mentalität nie und nimmer verstehen …
20
2009
Der 20 Juli: Mondlandung, Stauffenberg oder aber Hitlerattentäter Georg Elser
Heute ist der 20 Juli. Alle reden entweder von der Mondladung vor 40 Jahren oder von dem Hitlerattentat der Widerstandsgeschichte. Dem Attentat von Graf Stauffenberg.
Ich zitiere aus geschichtsthemen.de:
20 Juli 1944. Die Abläufe sind bekannt.
Nur noch ein Wort zur Erfolgswahrscheinlichkeit: Hätte Stauffenberg die Ersatzbombe (die er immer mitführte) einfach neben die scharf gemachte Bombe mit in die Aktentasche gelegt, wäre auch in der Baracke (man hatte einen Bunker erwartet, wo die Druckwelle nicht entweichen kann) die Detonation so stark gewesen, dass Hitler keine Chance gehabt hätte (allerdings auch nicht die übrigen über 30 Mann, von denen so nur 4 umkamen).
Aber der durch seine Verletzung stark bewegungsbehinderte Stauffenberg wird hektisch, als ihn der Feldwebel vom Dienst beim Scharfmachen der ersten Bombe überrascht und versäumt diesen letzten Handgriff, der die Geschichte verändert hätte…
Der eine Handgriff, der die Geschichte verändert hätte; wenn auch in diesem Falle bereits etwas spät. Solcherlei kleine, dummen Zufälle, gab es in der Attentatshistorie gleich zu Hauf. Eine besonders mutige Aktion, welche leider kaum jemand kennt, möchte ich hier wenigstens kurz erwähnen. Es war das Bombenattentat eines Einzelnen. Es war die heldenhafte Tat von Georg Elser am 8. November 1939. Der Zeitgeschichte fehlten gerade einmal 13 Minuten.
11
2009
Linke CDU-Kampagne: “Ich lasse mich nicht linken”
Unter dem Slogan Ich lasse mich nicht linken veranstaltet die CDU im Saarland eine Antikampagne gegen die SPD und Die Linke. Die ersten Anzeigen fielen mir Mitte der Woche in der Saarbrücker Zeitung auf. Am Freitag laß ich in selbiger einen entsprechenden Artikel. Das linke daran, – auch die SZ geht nicht wirklich darauf ein – ist die Tarnkappe dieser Kampagne, da diese offiziell als Verein fungiert. Das ist das eine. Das andere ist die Art dieses Wahlkampfes. Anstatt auf eigene Themen zu setzen und diese zu kommunizieren, werden politische Gegner ins schlechte Licht gerückt und Angstmache betrieben. Wenn das mal keine linke Nummer ist?
05
2009
Musik: Was haben Winnetou und Messiaen gemeinsam?
Für alle die den Komponisten Olivier Messiaen kennen, mag das eine seltsame, ja fast ketzerische Frage sein. Ebenso wollte ich den nächsten Artikel über Musik nicht schon wieder über Messiaen verfassen. Doch als ich heute in einem Klavier-Sammelband ein Stück aus dem Winnetoufilm »Der Schatz im Silbersee« unter die Finger bekam, hatte ich ein Déjà-vu-Erlebnis und mir wurde schlagartig klar, warum, musikpsychologisch betrachtet – es gut möglich sein könnte, dass mir auf Grund eben dieser Filmmusiken von Martin Böttcher, Jahre später die Musik von Messiaen so gut gefiel, oder zumindest ein Schlüssel zu seiner Musik war. Wieso könnte das so sein?
01
2009
Quo vadis NIKON?
So, jetzt habe ich endlich mal einschlägige Erfahrungen mit einer Nikon SLR machen können. Es handelte sich um eine D80. Mein Wissen über Nikon war bis dato nur theoretischer Natur. Als langjähriger CANON-Anwender und Fotozeitschriftenleser wusste ich um die Vor- und Nachteile beider ehemaliger Konkurrenten. Auch wenn man den in ihren Testberichten niemals freien Zeitungen keinen unkritischen Glauben schenken musste, so konnte man sich zumindest ein Bild machen. Eines davon hat sich in den Jahren besonders herausgeschält: Das technologische Nachhinken von Nikon. Aber nicht weiter relevant, solange die Produkte so legendär zuverlässig sind, sagte ich mir. Doch auch dieses Bild geriet neulich gehörig ins Wanken …








