Davon abgesehen, dass Religion nach meinem Verständnis eher schädlich als nützlich ist, bin ich der Meinung, dass überall Religionsfreiheit, sofern mit neuzeitlich humanen Wertbildern vereinbar, herrschen sollte. Darin bin ich ganz Preuße. Die Religion, so lange sie die Staatsraison in Ruhe lässt, ist mir schlimmstenfalls egal. Dennoch heiße ich die Entscheidung der Schweizer aus politischen Gründen für richtig und vor allem für mutig.
30
2009
Schweizer verbieten Minarette
27
2009
Musik: Erich Wolfgang Korngold, der vergessene Komponist
Erich Wolfgang Korngold. Noch nie gehört? Macht nichts, leider! Ich kannte diesen Komponisten bis dato auch nicht. Leider. Ein Zufall brachte mich zu seiner Musik, welche im weitesten Sinne dem Fin de siècle zuzuordnen wäre. Korngold fing als Wunderkind an, und wurde gar als »Nachfolger Mozarts« gehandelt. Seine Opern die er bereits mit 2o schrieb, waren, neben denen von Richard Strauss, die am meist gespielten auf deutschen Bühnen zu jener Zeit. Auch an der Met in New York gab es bereits Inszenierungen. Man erwartete ein musikalisches Inferno für das kommende Jahrhundert, doch es blieb aus.
Die Musik ist voller Meisterschaft und dennoch heute quasi vergessen. Das ist nicht gerecht aber vielleicht auch ein bischen hausgemacht. Korngold emigrierte nach dem Anschluß Österreichs in die USA und machte dort zum zweiten Mal Weltkarriere: als Komponist von Filmmusik. Als er sich ab den 40ern wieder daran machte, absolute Musik zu schreiben, war er nicht mehr ganz en vogue und niemand mehr schenkte ihm Beachtung. Ein Talent, welches ein Land nur wenige in einem Jahrhundert hervorbringt, endete verbittert in Hollywood.
25
2009
Denglischdoofness N°7 – BRUCH N°1
Welcher Saarländer kennt es nicht, die Nummer Eins von Bruch. Neben dem eigentlich noch bekannteren und ebenso leckeren Zwickel, ist das Bier mit dem Namen BRUCH N°1 eben die Nummer Eins von der Bruch-Bier GmbH für ihr Pils. Als ich neulich in einem alldink Getränkemarkt war, war ich erstaunt darüber, wie man den Namen dieses Biers aussprach …
14
2009
Sackgesichterparty N°3 – Mario Barth
Gesichter die man einfach nicht mehr ertragen kann, heute: Mario Barth.
Warum gibt es so wenige Frauen beim Comedy? Weil sie 14 Jahre brauchen, um ein Bühnenkleid auszuwählen.
Ha Ha Ha – !
Dass Deutschlands peinlichster Komiker zugleich auch der erfolgreichste ist, das ist schon bitter und somit auch einen Artikel an dieser Stelle wert. Richtig, das wäre es auch schon vor zwei Jahren gewesen, nur momentan grinst einem dieser Mann auf jedem dritten Citylight als Media-Markt-Maskottchen entgegen. Darauf behauptet er: Das ist mein Laden!
Das glaub ich ihm aufs Wort, schließlich passen beide ganz hervorragend zusammen, und genau das macht die Sache so schlimm.
Nun denn, für diesen Artikel habe ich mich etwas mit diesem Mann beschäftigt und ich musste feststellen, er wurde für mich dadurch noch schlimmer. Fremdscham bringt es wohl am treffendsten auf den Punkt, wenn ich ihn witzeln höre …
09
2009
Der 9. November – mehr als nur Berliner Mauer
08
2009
Bombentricher: Mahnmale werden zugeschüttet
Ein Alltagsbild in den Saarbrücker Wäldern sind die Bombentricher aus dem Zweiten Weltkrieg. 65 Jahre überdauerten diese Mahnmale und sie hätten die Kraft es für weitere 65 zu tun. Doch nun werden sie vom Saarforst zugeschüttet.
Wer kennt sie nicht, die zum Teil noch rießigen Löcher im Saarbrücker Waldboden, bzw. überall im Umland von Großstädten; von Wien bis Königsberg. Wie es dort und sonstwo Usus ist weiß ich nicht, doch in Saarbrücken kann man seit etwa zwei Jahren zunehmend beobachten, wie diese Erinnerungen nach und nach durch Zuschüttung gelöscht werden. Warum?
01
2009
Halloween vs. Lohengrin in Saarbrücken
Im SST lief am 31. Oktober Lohengrin und fiel damit sozusagen auf das seit etwa 15 Jahren aus dem Boden gestampfte »Fest« Halloween. Das Theater war voll, trotz der populären Gegenveranstaltung. Kultur bringt offenbar immer noch genügend Zugkraft auf. Gut so. Doch ohne dass ich es wollte, landete ich nach der Vorstellung auf einer halloweenisierten Party. Immerhin mit kulturellem Hintergrund. In die Moderne Galerie wurde eingeladen: Party und Kunst.






