Die Grün_innen
Wahlergebnis in NRW: Ein Kassandraruf und eine wage Hoffnung in den Nichtwähler
Panem et circenses. Diese antike Regel hatte auch am gestrigen Sonntag bei den Landtagswahlen in NRW wieder ihre Gültigkeit bewiesen. Nicht dass es einen großen Unterschied machen würde ob nun rot/grün oder schwarz/gelb dilettieren. Dennoch lässt sich an der Tendenz des Wahlergebnisses weder der Wille auf einen notwendigen Paradigmenwechsel erkennen, noch kann man große Hoffnung in eine Weiterentwicklung der politisch intellektuellen Substanz des Wahlteilnehmers setzen. Es scheint, als repräsentiere diese eher die Klientel der Nichtwählerpartei, welche wie immer die Nase vorn hatte. Diesmal, verrechnet man sie mit einer Wahlbeteiligung von 59,6%, liegt sie mit 40,4% der Stimmen weit vor der SPD mit 23,3% (39,1%) und ist somit fast doppelt so hoch.
Dennoch zählen die, die zur Wahl gegangen sind und diese repräsentieren in unserem System das Volk. Und das will keine andere Politik. Es wählt die jenigen, die am meisten versprechen: Die Schuldenkönigin Hannelore Kraft mit ihren grünen Handlangern. Ein Dreamteam um mit Vollgas gegen die Wand zu fahren. Ein paar Abweichler waren auch hier wieder in der Protestpartei der unsäglichen Piraten aufgegangen. Dabei gab es wirkliche Alternativen. Doch niemand wollte sie, oder niemand traute sich, oder niemand wusste bescheid. Und somit haben wieder einmal fast 60% der Gesamtwahlberechtigten eine linke Politik gewählt, der Rest verteilte sich auf die Kleinparteien mit 4,4% und der größte Teil davon blieb, wie bereits erwähnt, ganz einfach zu hause.
Kann man dennoch etwas positives herauslesen? Schau’mer mal.
2Aktion gegen rechte Angler und Terror: Teigkugeln für Ströbele
Auf Facebook und diversen Blogs wird dazu aufgerufen, Hans-Christian Ströbele für seine Teigkugel-Aktion, selbige per Briefsendung zukommen zu lassen. Leider aber scheint das negativ gemeint zu sein. Man spricht sogar von: »Brotkugeln gegen Links; gegen die spießigen Machtleute, welche die Welt nach zweierlei Maß bemessen.« Das geht mir zu weit. Das wäre ja Terror. Nein, ich halte es zwar für eine gute Idee, das mit den Brotkugeln, aber ich möchte die Aktion ins Positive umkehren.
0Warum werfen Die Grünen Joschka Fischer nicht aus der Partei?
Lebemann Joschka Fischer hat einen weiteren Posten im Klub der Konzerne. Er ist nach BMW, RWE, Siemens und anderen Multis nun auch »Berater« von REWE. Das wäre nicht weiter schlimm. Denn wo Lobbyismus existiert muss es auch Handlanger geben. Das komische daran ist nur, dass seine Partei Die Grünen, zumindest nach außen, das Gegenteil verkörpern. Eigentlich ist ein Kapitalismus der auf Säulen der Klüngelei ruht, ein rotes Tuch für Die Grünen – für ihre Wählerschaft allemal und von daher stellt sich die berechtigte Frage: Warum denken Die Grünen nicht langsam darüber nach, Joschka Fischer aus ihrer Partei auszuschließen?
0Lesers Lieblinge (Monat)
- Partei der Vernunft (PDV) tritt in NRW an!
- Vorgeschmack unserer Zukunft: Karikaturen terrorisieren friedlichen Islam in NRW
- Wahl in NRW: DIE LINKE wirbt für festen Steuersatz für alle
- Ein Koran in jedem deutschen Haushalt? Find’ ich eigentlich ganz gut! Lies’!
- Beck’s vs Karlskrone (ALDI)
- Saarlandwahl 2012: Wahlplakate im Vergleich
- Wulff nun doch besser als Gauck? Jetzt kann der ESM weiter marschieren …
- Wahlergebnis in NRW: Ein Kassandraruf und eine wage Hoffnung in den Nichtwähler
- TITANIC-Magazin: zwischen Papst, NPD, Klischee und Feigheit
- Wahl in Frankreich: Wie extrem ist die rechte Front National?








