Filmmusik

Koyaanisqatsi – Leben im Ungleichgewicht

Pruitt-Igoe

Pruitt-Igoe-Wohngebiet (Quelle: Wikipedia)

Dass die Welt im Ungleichgewicht ist, ist ja nichts neues. Das gab es schon immer. Dummerweise hat das Ungleichgewicht aber heute andere Ausmaße als damals. Globalisierte Ausmaße mithin. Das erkannte man auch in den 70er Jahren schon, zumal mit der Zunahme von Umweltzerstörung das Industriezeitalter keine Schranken mehr zu kennen schien.

Der Regisseur Godfrey Reggio drehte zu dieser Thematik Ende der 70er einen Film. Der Film erschien 1982 unter dem Namen Koyaanisqatsi. Koyaanisqatsi ist ein Wort der Hopi-Indianer und bedeutet soviel wie »Leben im Ungleichgewicht«.

Der Film ist außergewöhnlich und gehört zum Grundkanon der modernen (westlichen) Kultur. So reizt es mich nun, nachdem ich die Musik dazu wieder gehört habe auch 30 Jahre nach Erscheinen des Filmes, einen kleinen Blogeintrag an dieser Stelle zu verfassen. Und dann seh’ ich mir gleich den Film wieder an!

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Erich Wolfgang Korngold, der vergessene Komponist

Marietta

Die tote Stadt

Erich Wolfgang Korngold. Noch nie gehört? Macht nichts, leider! Ich kannte diesen Komponisten bis dato auch nicht. Leider. Ein Zufall brachte mich zu seiner Musik, welche im weitesten Sinne dem Fin de siècle zuzuordnen wäre. Korngold fing als Wunderkind an, und wurde gar als »Nachfolger Mozarts« gehandelt. Seine Opern die er bereits mit 2o schrieb, waren, neben denen von Richard Strauss, die am meist gespielten auf deutschen Bühnen zu jener Zeit. Auch an der Met in New York gab es bereits Inszenierungen. Man erwartete ein musikalisches Inferno für das kommende Jahrhundert, doch es blieb aus.

Die Musik ist voller Meisterschaft und dennoch heute quasi vergessen. Das ist nicht gerecht aber vielleicht auch ein bischen hausgemacht. Korngold emigrierte nach dem Anschluss Österreichs in die USA und machte dort zum zweiten Mal Weltkarriere: als Komponist von Filmmusik. Als er sich ab den 40ern wieder daran machte, absolute Musik zu schreiben, war er nicht mehr ganz en vogue und niemand mehr schenkte ihm Beachtung. Ein Talent, welches ein Land nur wenige in einem Jahrhundert hervorbringt, endete verbittert in Hollywood.

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Musik: Was haben Winnetou und Messiaen gemeinsam?

Old Shatterhand & Winnetou

Old Shatterhand & Winnetou

Für alle die den Komponisten Olivier Messiaen kennen, mag das eine seltsame, ja fast ketzerische Frage sein. Ebenso wollte ich den nächsten Artikel über Musik nicht schon wieder über Messiaen verfassen. Doch als ich heute in einem Klavier-Sammelband ein Stück aus dem Winnetoufilm »Der Schatz im Silbersee« unter die Finger bekam, hatte ich ein Déjà-vu-Erlebnis und mir wurde schlagartig klar, warum, musikpsychologisch betrachtet – es gut möglich sein könnte, dass mir auf Grund eben dieser Filmmusiken von Martin Böttcher, Jahre später die Musik von Messiaen so gut gefiel, oder zumindest ein Schlüssel zu seiner Musik war. Wieso könnte das so sein?

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