Gustav Mahler

Wiener Philharmoniker in Saarbrücken (zum ansehen)

Durchdrückpackung

Durchdrückpackung

Geht man auf ein Konzert von den Wiener Philharmonikern um die Musik zu hören oder um zu schauen oder geschaut zu werden? Sind die Teilnehmer des im Vorfeld stattgefundenen Gala-Dinners mit Johann Lafer (Karten 300 €) musikinteressiert oder bloß dekadent? Ist es ratsam in ein Konzert von klassischer Musik zu gehen, wenn einen die Musik »nervös« macht oder man nicht in der Lage ist zuzuhören?

Robert Leonardy hatte es mal wieder geschafft Weltklasse ins Saarland zu importieren. Diesmal waren es die Wiener Philharmoniker, welche im Rahmen der Musikfestspiele Saar gestern Abend in der Saarlandhalle gastierten. Gespielt wurde Mahlers 9. Sinfonie. Tolle Akteure, tolle Musik, tolle Aufführung … doch wäre alles so toll gewesen, gäbe hier nichts zu schreiben, denn: wir (meine Freundin und ich) gingen letztendlich verärgert aus dem Konzert nachhause. Mr. Murphy strafte uns gleich doppelt. Schuld waren nicht die Musik oder gar die Wiener Philharmoniker, sondern unsere Sitzplätze und deren Benutzer in unmittelbarer Nähe.

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Gustav Mahler zum 100sten

Das Lied von der Erde - Der Abschied

… zum 100sten Todestag – nicht Geburtstag. Was soll ich sagen, – war es dabei auch noch gestern, den 18. Mai 2011. Zum 100 jährigen Abschied also (leider habe ich keine Zeit mir jetzt einen Artikel aus den Fingern zu ziehen), scheint es mir am passensten mit ebenjenem Abschied aus dem Lied von der Erde zu antworten. Leonard Bernstein erklärt zigarettenrauchrend in fast ergreifender Weise den Schluss aus Mahlers eigentlicher 9. Sinfonie, welche er ja aus Abergleube nicht die Neunte, sondern Das Lied von der Erde nannte. Nachdem er dann seine »richtige« 9te komponierte, welche ja eigentlich dann seine 10te war, starb er trotzdem … und nun ist er schon 100 Jahre tot.

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Erich Wolfgang Korngold, der vergessene Komponist

Marietta

Die tote Stadt

Erich Wolfgang Korngold. Noch nie gehört? Macht nichts, leider! Ich kannte diesen Komponisten bis dato auch nicht. Leider. Ein Zufall brachte mich zu seiner Musik, welche im weitesten Sinne dem Fin de siècle zuzuordnen wäre. Korngold fing als Wunderkind an, und wurde gar als »Nachfolger Mozarts« gehandelt. Seine Opern die er bereits mit 2o schrieb, waren, neben denen von Richard Strauss, die am meist gespielten auf deutschen Bühnen zu jener Zeit. Auch an der Met in New York gab es bereits Inszenierungen. Man erwartete ein musikalisches Inferno für das kommende Jahrhundert, doch es blieb aus.

Die Musik ist voller Meisterschaft und dennoch heute quasi vergessen. Das ist nicht gerecht aber vielleicht auch ein bischen hausgemacht. Korngold emigrierte nach dem Anschluss Österreichs in die USA und machte dort zum zweiten Mal Weltkarriere: als Komponist von Filmmusik. Als er sich ab den 40ern wieder daran machte, absolute Musik zu schreiben, war er nicht mehr ganz en vogue und niemand mehr schenkte ihm Beachtung. Ein Talent, welches ein Land nur wenige in einem Jahrhundert hervorbringt, endete verbittert in Hollywood.

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18. April 2009

Gustav Mahler – Sinfonie N° 5 – IV (Adagietto – Sehr langsam) [gekürzt]

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